Der Ökonom Hans-Werner Sinn hat sich für einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone ausgesprochen. "So turbulent der Austritt wäre, so schnell würden sich die Gemüter wieder beruhigen", schreibt der Präsident des Münchner Ifo-Instituts in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" (Freitagausgabe).
"Das Land käme sehr schnell wieder auf die Beine"
Berlin/Düsseldorf (dapd). Der Ökonom Hans-Werner Sinn hat sich für einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone ausgesprochen. "So turbulent der Austritt wäre, so schnell würden sich die Gemüter wieder beruhigen", schreibt der Präsident des Münchner Ifo-Instituts in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" (Freitagausgabe).
Zwar hätten ein Austritt aus der Währungsunion und eine Abwertung der griechischen Währung laut Sinn einen Run auf die Banken zur Folge, der die griechischen Banken in die Pleite treiben würde. Aber die Firmen der Realwirtschaft würden stabilisiert, weil sie sofort ihre Wettbewerbsfähigkeit wiedererlangten - und auch ihre Bankschulden abgewertet würden. "Eine Massenarbeitslosigkeit würde vermieden. Das Land käme sehr schnell wieder auf die Beine", erklärte Sinn.
dapd
