Heizsaison hat begonnen Das Handwerk sorgt für Wärme in der kalten Jahreszeit

Moderne Öfen, ein Blockheizsystem, Wärmedämmung – es gibt viele Möglichkeiten, die eigenen vier Wände fit zu machen für den Winter. Handwerker verschiedener Fachrichtungen helfen dabei mit Know-How und innovativen Technologien. Wir stellen einige von ihnen vor.

Eine neue, energieeffiziente Heizung ist nur eine Möglichkeit, das Eigenheim für die kalte Jahreszeit zu rüsten. Dabei unterstützt das Handwerk unterstützt Verbraucher mit Fachwissen und innovativen Lösungen. - © gandolf - Fotolia.com

Wenn die Temperaturen fallen, beginnt die Heizsaison. Das Eigenheim richtig für die kalte Jahreszeit zu rüsten, ist nicht nur eine Frage von Energieeinsparung und Umweltschutz, sondern sorgt auch für mehr Wohnkomfort. Das Handwerk bietet hier maßgeschneiderte Lösungen.

Wärme aus dem handgemachten Ofen

Moderne Heizungsanlage tragen durch ihre höhere Energieeffizienz deutlich zur Energieeinsparung bei. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Technik dabei rasant entwickelt. Das weiß auch Handwerksmeister Wolfgang Parnow, dessen Unternehmen seit fast 30 Jahren kompetenter Ansprechpartner rund um das Thema Kamin und Ofenbau ist.

Ofenheizsysteme, die früher mit viel Rauch und Ruß verbunden waren, sind inzwischen hochmoderne Heizsystemen. Sie sparen Rohstoffe und spenden eine sehr natürliche Wärme. "Wir bauen heute Feuerstätten mit einem sehr geringen Energieverbrauch", so der Leipziger Ofenbauer. Laut Parnow kann man mit zweieinhalb Kilo Holz oder Holzgranulat eine Wärmeabgabe von bis zu 24 Stunden erreichen. Möglich ist dies durch die Verbindung von modernen elektronischen Steuersystemen und der klassischen Ofenbauweise.

Energie aus dem eigenen Kraftwerk

Einsparung von Energiekosten und umweltfreundliche Energieerzeugung steht auch beim Meisterbetrieb von Lutz Kordes im Mittelpunkt. Das Unternehmen für Solar, Heizung und Sanitär bietet seinen Kunden die Möglichkeit, selbst zum Energieerzeuger zu werden, etwa mit einem Blockheizkraftwerk. Geschäftsführer Kordes sagt dazu: "Blockheizkraftwerke sind kompakte Maschinen im Keller, mit denen man viel Geld sparen kann." Die Kraftwerke amortisieren sich sehr schnell, was an verschiedenen Faktoren liegt. So werden sie mit kostengünstigem Gas betrieben. "Es gibt die sogenannten KWK-Kraftpools, das sind Zusammenschlüsse von Händlern, die besondere Gastarife bekommen", erklärt Kordes. Zudem erhält der Betreiber 5,11 Cent für jede selbsterzeugte beziehungsweise selbstgenutzte Kilowattstunde Strom und kann sich die Mineralölsteuer vom Hauptzollamt zurückerstatten lassen. Der Verkauf des nicht selbstverbrauchten Stroms sorgt für zusätzliche Gewinne.

Mit neuen Technologien Energie sparen – und erzeugen

Neben innovativer Technik zum Heizen und Energie erzeugen lässt sich aber vor allem über energetische Sanierungsmaßnahmen der Energiehunger von Gebäuden eindämmen, weiß Rainer König, Stuckateur aus Bad Herrenalb. "Die energetische Haussanierung ist die Voraussetzung dafür, dass Deutschland ganz auf erneuerbare Energien umstellen kann", sagt König. Der Unternehmer arbeitet mit acht Angestellten daran, dass seine Kunden in der kalten Jahreszeit keine Energie verschwenden müssen und ist dazu immer auf der Suche nach neuen Ideen – zum Beispiel bei der Wärmedämmung von Häusern. Schon heute verwendet König die Technologien von morgen. Er ist Vorsitzender des Kompetenzzentrums für Ausbau und Fassade – einem Zusammenschluss von Forschern und Praktikern – und kann so Innovationen gleich anwenden sowie von seinen Erfahrungen berichten.

So helfen handwerkliches Know-how und innovative Technik dabei, steigenden Energiekosten den Kampf anzusagen, die Umwelt zu schonen und trotzdem nicht auf ein wohlig warmes Zuhause verzichten zu müssen.