Neue sportliche A-Klasse präsentiert - Soll Kunden von Audis A3 und BMW 1er weglocken Daimler startet in Schanghai zweiten Angriff auf die Golf-Klasse

Daimler hat auf der Automesse in Schanghai seinen Angriff auf die erfolgreichen sportlichen Kompaktwagen von Audi und BMW gestartet. Die am Dienstag vorgestellte Studie der künftigen A-Klasse ist deutlich sportlicher und aggressiver als das bisherige hochbeinige Modell. Ab dem kommenden Jahr will die Daimler-Tochter Mercedes-Benz mit dem neuen Auto Audis A3 und dem BMW 1er Kunden abluchsen.

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Daimler startet in Schanghai zweiten Angriff auf die Golf-Klasse

Schanghai (dapd). Daimler hat auf der Automesse in Schanghai seinen Angriff auf die erfolgreichen sportlichen Kompaktwagen von Audi und BMW gestartet. Die am Dienstag vorgestellte Studie der künftigen A-Klasse ist deutlich sportlicher und aggressiver als das bisherige hochbeinige Modell. Ab dem kommenden Jahr will die Daimler-Tochter Mercedes-Benz mit dem neuen Auto Audis A3 und dem BMW 1er Kunden abluchsen. Außerdem soll mit dem sportlichen Design das Image der Marke Mercedes aufgefrischt werden.

Auch Konkurrent VW schob in Schanghai ein völlig renoviertes Auto auf die Bühne: 15 Jahre nach Produktionsbeginn hat VW den Beetle komplett neu konstruiert. Das überarbeitete Modell hat eine gestreckte Haube und einen praktischeren Innenraum, erinnert aber immer noch an des Ursprungsmodell, den legendären Käfer.

Die Automesse Schanghai gilt inzwischen als die wichtigste Automesse in Asien. China ist der größte Automarkt der Welt, auch für Hersteller wie General Motors (GM), Volkswagen oder Nissan ist China das wichtigste Land.

Der japanische Hersteller Nissan kündigte auf der Messe an, den Absatz in China um 15 Prozent auf 1,15 Millionen Stück steigern zu wollen. GM will seinen China-Absatz bis 2012 auf 5 Millionen Stück pro Jahr verdoppeln. VW baut derzeit seine Produktionskapazität dort auf 3 Millionen Stück aus.

Toyota zeigte erstmals das Mini-Elektroauto FT-EV II für den Einsatz in Großstädten und Ballungsräumen wie die chronisch verstopften chinesischen Metropolen. Der Zweisitzer basiert auf dem Toyota iQ und kommt bis zu 105 Kilometer weit, ehe er an die Steckdose muss.

Auch der Lastwagenmarkt in China ist stark wie nie: Der deutsche Hersteller MAN stellte in Schanghai mit seinem chinesischen Partner Sinotruk einen Lkw für Schwellenländer unter der neuen gemeinsamen Marke Sitrak vor. Ab 2018 wollen MAN und Sinotruk jährlich 200.000 Sitrak-Lastwagen in Asien, Russland, Nahost und Afrika verkaufen. Das ist doppelt so viel, wie MAN 2010 alleine absetzte. Bei dem neuen Lastwagen kommt die Technik von MAN, Sinotruk bringt die Kostenvorteile ein. MAN ist mit 25 Prozent an dem chinesischen Lastwagenbauer beteiligt.

dapd