USA-Krise trifft Daimler Daimler-Gewinn geht drastisch zurück

Der Stuttgarter Autokonzern Daimler hat im vergangenen Jahr angesichts der weltweiten Absatzschwäche auf dem Automobilmarkt einen drastischen Gewinnrückgang verzeichnet. Grund sind die Probleme mit Chrysler.

Das Ergebnis von Daimler ist nicht mehr glänzend. Foto: ddp

Daimler-Gewinn geht drastisch zurück

Der Gewinn ging von 3,98 Milliarden Euro im Vorjahr auf 1,4 Milliarden Euro zurück. Daimler begründete den Einbruch mit Belastungen in Höhe von 3,23 Milliarden Euro aus der Beteiligung an Chrysler sowie durch das niedrigere Ergebnis der Auto-Sparte Mercedes-Benz Cars. Die Erlöse reduzierten sich von 99,4 Milliarden Euro auf 95,5 Milliarden Euro.

Im vergangenen Jahr hatte Daimler zweimal eine Gewinnwarnung ausgegeben. Ende Oktober hatte der Konzern letztlich ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von etwas mehr als sechs Milliarden Euro prognostiziert, welches ebenfalls um mehr als drei Milliarden Euro verfehlt wurde. Das Ebit 2008 fiel nach Daimler-Angaben von 8,71 Milliarden Euro im Vorjahr auf 2,73 Milliarden Euro. Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat vor, für das Geschäftsjahr 2008 eine Dividende je Aktie von 0,60 Euro auszuschütten. Im Vorjahr waren es noch 2,00 Euro. Um die Autokrise zu bewältigen, hat Daimler bereits ein neues Programm aufgelegt, mit dem die Kosten in der Pkw-Sparte im laufenden Jahr um 10 bis 15 Prozent sinken sollen. Im vergangenen Jahr war der weltweite Absatz von Modellen der Marken Mercedes-Benz, AMG, Smart und Maybach im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf rund 1,26 Millionen Fahrzeuge zurückgegangen. Insgesamt setzte Daimler 2008 inklusive der Lkw-Sparte 2,1 Millionen Fahrzeuge ab und erreichte damit nahezu das Vorjahresniveau.

Das Unternehmen rechnet für das laufende Jahr mit weiteren erheblichen Belastungen für das Ergebnis des Konzerns und der Geschäftsfelder. Eine weitergehende Aussage zum Ergebnis soll es erst im Verlauf des Geschäftsjahres geben, wenn die Entwicklung der Weltwirtschaft und der Märkte besser absehbar sei. Die Kostensenkungsaktionen und Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz sollten verstärkt fortgesetzt werden. Hierzu zählten auch die Anpassung von Produktion und Beschäftigung über flexible Arbeitszeitmodelle und Kurzarbeit und der Abbau der Lagerbestände, hieß es. Entlassungen sind bei Daimler durch einen Beschäftigungspakt bis Ende 2011 ausgeschlossen.

Die Daimler-Aktien legten nach anfänglichen Verlusten von mehr als vier Prozent wieder zu und verzeichneten bis 10.45 Uhr einen Abschlag von 1,9 Prozent auf 23,20 Euro.

ddp