Dachdecker und Zimmerer blicken in diesen Tagen nach Stuttgart. Dort bietet ab heute (2. Februar 2016) die Messe "Dach+Holz" einen Überblick über die Trends der Branche.
550 Aus steller aus 22 Ländern sorgen dafür, dass fünf Messehallen ausgebucht sind. Zusammen mit dem Freigelände wird eine Fläche von 70.000 Quadratmetern belegt. Was die Veranstalter von der Gesellschaft für Handwerksmessen besonders freut: Die durchschnittliche Aus stellungsfläche pro Aus steller hat sich gegenüber der letzten Messe vor zwei Jahren in Köln von 63 auf 72 Quadratmeter erhöht – Zeichen der guten Konjunktur.
Arbeiten für den Klimaschutz
Die 11.600 Betriebe des Bundes Deutscher Zimmermei ster rechneten Ende des vergangenen Jahres mit einem Plus von rund zwei Prozent beim Umsatz und der Zahl der Beschäftigten für 2015. Ein Auftragsvorlauf von zehn Wochen lässt die Holzbauer optimistisch in die Zukunft blicken. „Wir sind das Klimaschutzhandwerk schlechthin“, sagt Verbandschef Peter Aicher, Zimmermei ster aus Halfing bei Rosenheim.
Das Thema Klimaschutz bestimmt zunehmend auch die Aufgabenbereiche der Dachdecker. Immerhin gehen 40 Prozent der Energie über Fassade und Dach verloren. Mit einer optimalen Dämmung oder dem Einsatz von Solartechnik tragen die rund 13.000 Betriebe des deutschen Dachdeckerhandwerks zum Umweltschutz bei.
Das lohnt sich auch ökonomisch. Im Jahr 2014 erwirtschaftete die Branche einen Umsatz von 8,85 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 2,5 Prozent entsprach. „Steigende Einkommen und günstige Finanzierungskonditionen beflügeln die Investitionen ins Betongold“, freut sich Verbandspräsident Karl-Heinz Schneider über die gute Geschäftslage.
Architekturkongress "holz3" zeigt beispielhafte Holzbauprojekte
Die Messe "Dach+Holz" in Stuttgart profitiert wie die Gewerke selbst vom guten wirtschaftlichen Umfeld. Zu sehen sind aus den Bereichen Holzbau, Dach, Fassade, Metallbearbeitung, Klempnertechnik und Ausbau. Zudem präsentieren sich die Verbände und Innungen auf der Galerie in Halle 1. Dort ist auch die Nationalmannschaft der Zimmerer zu erleben, die für die Europamei sterschaft im Oktober in Basel (Schweiz) trainiert.
Außerdem widmet sich die Messe Zukunftsthemen wie der Digitalisierung. So wird die Bauhaus-Universität Weimar den Einsatz von Drohnen vor stellen, die Dachdeckern zum Beispiel bei der Begutachtung von Schadensfällen oder bei der Angebotser stellung helfen können.
Auf dem Architekturkongress "holz3" stellen international renommierte und ausgezeichnete Architekten ihre Holzbauprojekte vor, darunter das Holzhochhaus Wien. Weitere Beiträge kommen aus Finnland, Slowenien und der Schweiz. ste

