Energiewende: Technik und Wille vorhanden Dachdecker fordern verlässliche Förderpolitik

Die Dachdecker spielen bei der Energiewende eine wichtige Rolle spielen, denn sie können die gesamte Gebäudehülle bedienen, wie ihr Verbandspräsident Karl-Heinz Schneider betont.

Die Dachdecker spüren immer noch eine rege Nachfrage nach PV-Anlagen. - © Detlev Müller

Dachdecker montieren Solarthermiekollektoren oder Photovoltaikmodule und verbessern die Wärmedämmung. Denn gerade die Energieeffizienz werde in der Gesamtrechnung viel zu wenig beachtet. „Es ist doch unsinnig, wenn wir auf der einen Seite Solarstrom erzeugen, aber auf der anderen Seite Energie verschleudern“, so Schneider.

Leider werde eine staatliche Förderung der Wärmedämmung im Bundesrat durch die Länder blockiert. Trotzdem sei die Bereitschaft der Immobilienbesitzer, in Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu investieren, immer noch sehr hoch.

So montieren die Dachdecker trotz deutlich zurückgefahrener Einspeisevergütungen nach wie vor PV-Anlagen auf die Dächer und zunehmend auch an Fassaden, zumal sich die Befestigung stechnik für die Module spürbar verbessert habe. Dabei setzen die Dachdecker auf Kooperation. „Wir installieren draußen, drinnen machen dann die Elektriker weiter“, sagt Schneider. Bei Solarthermie übernimmt das SHK-Handwerk die Innenarbeiten.

Trotzdem sieht Schneider vor allem die Politik in der Pflicht, soll die Energiewende gelingen. „Die Technik ist da, der Wille auch. Was wir brauchen, ist eine geradlinige und verlässliche Förderpolitik.“ ste