Den traditionellen Empfang im Bundeskanzleramt zum Mädchen-Zukunftstag nutzte Bundeskanzlerin Angela Merkel, um mal wieder auf den zu geringen Frauenanteil in den Führungsetagen deutscher Unternehmen hinzuweisen und Besserung einzufordern: "Da muss sich was tun", sagte Merkel am Mittwoch an die Adresse der Unternehmen gerichtet, die sich an der Präsentation des "Girls' Days" beteiligen.
"Da muss sich mehr tun"
Berlin (dapd). Den traditionellen Empfang im Bundeskanzleramt zum Mädchen-Zukunftstag nutzte Bundeskanzlerin Angela Merkel, um mal wieder auf den zu geringen Frauenanteil in den Führungsetagen deutscher Unternehmen hinzuweisen und Besserung einzufordern: "Da muss sich was tun", sagte Merkel am Mittwoch an die Adresse der Unternehmen gerichtet, die sich an der Präsentation des "Girls' Days" beteiligen. Nicht nur die Mädchen müssten lernen, sondern auch die Unternehmen.
Vor ihrem Appell verkündete die Kanzlerin vor 24 Schülerinnen aus den 9. Klassen dreier Berliner Schulen das Ergebnis des diesjährigen Preisrätsels: Gefragt wurde nach dem Frauenanteil unter den 906 Vorstandsmitgliedern der 200 umsatzstärksten deutschen Unternehmen. Die "klägliche und kärgliche" Antwort, dass nur 29 Frauen - etwa drei Prozent - dort zu finden seien, "konnte sich von Euch keine vorstellen", stellte die Kanzlerin fest.
Eine 15 Jahre alte Schülerin einer Sekundarschule in Berlin-Kreuzberg gewann mit der Antwort "50" den Wettbewerb. Was die anderen getippt hätten, fragte die Kanzlerin in die Runde. "300", war eine Antwort. "300 ist die Zielmarke", erklärte die Kanzlerin.
Am diesjährigen "Girls' Day" am Donnerstag laden Technik- und IT-orientierte Unternehmen Schülerinnen der Klassen 5 bis 10 ein, sich über Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten zu informieren. Merkel ermunterte die Mädchen, sich nicht zu früh auf typisch weibliche Berufe festzulegen. Sie sollten vielmehr ein möglichst breites Berufsspektrum in den Blick nehmen, denn "wenn sie wollen, können sie alles machen". Außerdem könnten sie in den "klassischen Männerberufen" auch mehr verdienen.
Ihr selbst habe das naturwissenschaftliche Studium Spaß gemacht. "Ich hab's nicht bereut, Physik studiert zu haben", sagte die Kanzlerin.
(girls-day.de)
dapd
