Nachbesserungen gefordert CSU-Landesgruppe kritisiert Regierungspläne zum Atomausstieg

Die Regierungspläne zum Atomausstieg stoßen zunehmend auf Kritik in der CSU-Landesgruppe im Bundestag. "Die Skepsis in der Koalition und in der Fraktion der Union ist groß. Wir brauchen dringend Nachbesserungen im parlamentarischen Verfahren", sagte Ernst Hinsken (CSU), Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Bundestag, der "Passauer Neuen Presse".

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CSU-Landesgruppe kritisiert Regierungspläne zum Atomausstieg

Passau (dapd-bay). Die Regierungspläne zum Atomausstieg stoßen zunehmend auf Kritik in der CSU-Landesgruppe im Bundestag. "Die Skepsis in der Koalition und in der Fraktion der Union ist groß. Wir brauchen dringend Nachbesserungen im parlamentarischen Verfahren", sagte Ernst Hinsken (CSU), Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Bundestag, der "Passauer Neuen Presse" (Freitagausgabe). "Das Ausstiegsgesetz ist mit heißer Nadel gestrickt. Obwohl ich einen schnellstmöglichen Ausstieg will, bin ich gegen ein festes Ausstiegsdatum." Hinsken betonte, er werde sich jetzt in die Beratungen einbringen und bei der Entscheidung "dann entweder mit Ja oder mit Nein stimmen".

Vize-Landesgruppenchef Max Straubinger lässt sein Abstimmungsverhalten ebenfalls offen. "Ich habe Bedenken, ob wir den Umstieg auf erneuerbare Energie tatsächlich so schnell schaffen können wie geplant. Wir brauchen grundlastfähigen Strom", sagte Straubinger. Er halte nichts von "einem festen Ausstiegsdatum". Es mache keinen Sinn, "bei uns abzuschalten und dann Atomkraft aus Tschechien zu beziehen".

dapd