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Steuertipp Corona-Überbrückungshilfe: Das gilt für die steuerliche Behandlung

Möchten Sie für die Monate Juni, Juli und August 2020 wegen der Corona-Krise eine Überbrückungshilfe beantragen, sind einige Besonderheiten bei der Antragstellung und steuerliche Besonderheiten zu beachten. Hier in Kürze das Wichtigste zur steuerlichen Behandlung der Überbrückungshilfe.

Zur Überbrückungshilfe für die Monate Juni bis August 2020, die je nach Anzahl der Mitarbeiter, Fixkosten und Umsatzeinbußen wegen Corona zwischen 9.000 Euro und 150.000 Euro beträgt, sollten Sie als Unternehmer steuerlich Folgendes wissen:

  • Den Antrag auf Überbrückungshilfe wegen der Corona-Krise können Sie nicht ohne einen Steuerberater oder einen Wirtschaftsprüfer stellen. Diese Besonderheit wurde nötig, weil sich viele Betrüger staatliche Hilfen wegen Corona erschlichen haben.
  • Die Kosten für den Berater zur Beantragung der Corona-Überbrückungshilfe muss jeder Selbständige selbst aufbringen. Hier gibt es keinen staatlichen Extra-Zuschuss.
  • Die ausgezahlte Überbrückungshilfe müssen Sie als gewinnerhöhende Betriebseinnahme in der Gewinnermittlung 2020 erfassen bzw. verbuchen.
  • Umsatzsteuer müssen Sie für die erhaltene Überbrückungshilfe nicht ans Finanzamt abführen, weil kein Leistungsaustausch vorliegt.
  • Damit die Besteuerung der Corona-Überbrückungshilfe als Betriebseinnahme sichergestellt ist, teilt die auszahlende Stelle dem für Sie zuständigen Finanzamt mit, in welcher Höhe Ihnen 2020 Einnahmen aus der Überbrückungshilfe zugeflossen sind.
Steuertipp: Besonders eifrige Finanzbeamte könnten nun auf die Idee kommen, die laufenden Einkommensteuer- bzw. Körperschaftsteuervorauszahlungen 2020 wegen der zu versteuernden Corona-Überbrückungshilfe zu erhöhen. Das ist jedoch nicht zulässig, weil es kontraproduktiv wäre.

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.

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