Steuertipp Corona-Pandemie: Steuererleichterungen werden verlängert

Gute Nachrichten kommen aus dem Bundesfinanzministerium. Steuerzahler, die wegen der Corona-Pandemie finanzielle Schwierigkeiten haben, können weiterhin Steuererleichterungen beantragen. Eine Kurzübersicht.

Steuertipp
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Nach einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums winken wegen der Corona-Krise folgende steuerliche Erleichterungen (BMF, Schreiben v. 31. Januar 2022, Az. IV A 3 - S 0336/20/10001 :047):

Corona-Pandemie: Diese Steuererleichterungen gelten 2022

Zinslose Stundung: Eine zinslose Stundung für bis zum 31. März 2022 fälliger Steuern soll problemlos bis zum 30. Juni 2022 gewährt werden. Es empfiehlt sich hier ein schriftlicher Antrag. Der zinslose Zahlungsaufschub verlängert sich bis Ende September 2022, wenn Sie mit dem Finanzamt angemessene Ratenzahlungen vereinbaren.

Stopp von Vollstreckungsmaßnahmen: Hat das Finanzamt bereits Vollstreckungsmaßnahmen für bis zum 31. März 2022 fällige Steuerzahlungen angekündigt, können diese auf Antrag gestoppt werden. Die Beendigung der Vollstreckungsmaßnahmen soll bis Ende Juni 2022 dauern, bei einer angemessenen Ratenzahlung sogar bis Ende September 2022. Säumniszuschläge für die säumigen Steuern sollen erlassen werden.

Anpassung von Vorauszahlungen: Bei Anträgen auf Herabsetzung laufender Vorauszahlungen 2022 zur Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer sollen die Finanzämter nicht zu strenge Anforderungen an die Unterlagen und Berechnungen der Unternehmer stellen. Interessant auch: Waren die Vorauszahlungen 2021 zu hoch, kann man sich diese auf Antrag erstatten lassen. dhz

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