Französisches Modell als Diskussionsgrundlage Commerzbank bereit zu Griechenland-Hilfe

Die Commerzbank ist bereit, sich an der Griechenland-Hilfe zu beteiligen. Das sagte der Vorstandsvorsitzende Martin Blessing am Mittwoch auf einem Kongress der Unionsfraktion in Berlin. Dabei sei auch das französische Modell der Schuldenverlängerung "eine gute Basis" für Diskussionen. Es klemme aber noch an Details.

Commerzbank bereit zu Griechenland-Hilfe

Berlin (dapd). Die Commerzbank ist bereit, sich an der Griechenland-Hilfe zu beteiligen. Das sagte der Vorstandsvorsitzende Martin Blessing am Mittwoch auf einem Kongress der Unionsfraktion in Berlin. Dabei sei auch das französische Modell der Schuldenverlängerung "eine gute Basis" für Diskussionen. Es klemme aber noch an Details. "Als Commerzbank unterstützen wir die Bemühungen der Politik."

Entscheidend sei, einen Zahlungsausfall Griechenlands zu vermeiden, sagte Blessing. Das hätte unübersehbare Folgen und hohe Ansteckungsgefahr für andere Länder. "Aber auch wir müssen einen Beitrag leisten, um eine solche Kettenreaktion zu vermeiden."

Es sollte auch keinen Abschreibungsbedarf bei Banken oder Versicherungen geben, weder nach internationalen Regeln noch nach dem Handelsgesetzbuch, fügte Blessing hinzu. Das hätte sonst vor allem für griechische Banken Auswirkungen. Daher müssten auch die Auswirkungen auf die Bewertungen durch Agenturen geprüft werden.

Es gehe darum, Zeit zu gewinnen, damit das Land zu einem Wachstumskurs zurückfinden könne. Dies werde allerdings eher zehn als fünf Jahre dauern, sagte Blessing.

Außerdem müssten Strukturprobleme der Eurozone gelöst werden. "Ohne eine zentrale Kontrolle der Haushaltsdisziplin wird die Währungsunion scheitern", sagte Blessing.

dapd