"Die Befürworter verkennen die Realität vor Ort in den Unternehmen" Chemie-Arbeitgeber wehren sich gegen Frauenquote

Der Präsident der Chemie-Arbeitgeber und BASF-Aufsichtsratschef Eggert Voscherau hat die politischen Überlegungen zur Einführung einer gesetzlichen Frauenquote für Führungspositionen scharf kritisiert. "Die Befürworter einer Quote verkennen die Realität vor Ort in den Unternehmen", schreibt Voscherau in einem Gastbeitrag für die "Financial Times Deutschland".

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Chemie-Arbeitgeber wehren sich gegen Frauenquote

Hamburg (dapd). Der Präsident der Chemie-Arbeitgeber und BASF-Aufsichtsratschef Eggert Voscherau hat die politischen Überlegungen zur Einführung einer gesetzlichen Frauenquote für Führungspositionen scharf kritisiert. "Die Befürworter einer Quote verkennen die Realität vor Ort in den Unternehmen", schreibt Voscherau in einem Gastbeitrag für die "Financial Times Deutschland". Eine Quote für Frauen in Führungspositionen verschaffe den Unternehmen "keine einzige zusätzliche Kandidatin, die Führungsaufgaben übernehmen kann".

Von der Politik werde "durchweg übersehen, dass die Führungsverantwortung in den Chefetagen der Wirtschaft eine besondere Belastung darstellt, die wenig Kompromisse zulässt", schreibt Voscherau. Das gelte insbesondere für global agierende Unternehmen. Zudem würde eine staatlich verordnete Quote "jede weibliche Führungskraft - ganz gleich auf welcher Ebene - dem Generalverdacht aussetzen, 'nur wegen der Quote' auf ihrem Posten zu sein".

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