Chancen gestiegen

Weniger Verträge im Osten

Chancen gestiegen

Viele Jahre war der Mangel an Arbeits- und Ausbildungsplätzen im Osten Deutschlands deutlich größer als im Westen. Für die Ausbildungsplätze trifft dies nicht mehr zu. Doch die Situation ist paradox: So wurden nach den Ergebnissen der Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) über die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge 2010 in Ostdeutschland nur noch rund 91.700 Verträge und damit 7,4 Prozent weniger abgeschlossen als im Vorjahr (Westdeutschland: 468.400; +0,7 Prozent). Und dennoch haben sich die Chancen der ostdeutschen Jugendlichen bei der Suche nach einer Lehrstelle weiter verbessert: Die Zahl der Schulabgänger/-innen geht in Ostdeutschland dramatisch zurück. Innerhalb von nur neun Jahren verringerte sie sich um fast 50 Prozent (2010: rund 114.100; 2001: rund 222.500). Dieser Trend wird, so das BIBB, auch künftig anhalten.dhz