Merkel eröffnet Computermesse CeBIT setzt auf umweltfreundliche Produkte

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im Beisein von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy in Hannover die Computermesse CeBIT 2008 eröffnet. Die Messe hat sich in diesem Jahr als Schwerpunktthema den Umweltschutz gesetzt.

CeBIT setzt auf umweltfreundliche Produkte

Merkel betonte, die Chancen für die deutsche IT-Industrie lägen in der Verschmelzung der Informations- und Telekommunikationstechnik mit den klassischen Industrien. Die gesamte Kommunikationsart der Gesellschaft werde sich durch die Entwicklung der Technologien verändern.

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy sprach sich für eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich aus. Es sei schließlich ein Widerspruch, dass es trotz der Nähe beider Staaten schwierig sei, "wirtschaftspolitische Kulturen" aufeinander abzustimmen. Er warb zugleich um deutsche Investitionen. Deutsches Kapital sei "in Frankreich willkommen". Ferner lud er deutsche Studenten ein, in seinem Land zu studieren. Frankreichs Universitäten seien Exzellenzzentren.

Ballmer rechnet mit fünfter Computerrevolution

Microsoft-Chef Steve Ballmer sprach angesichts neuer Techniken wie beispielsweise verbesserter Interaktionsformen zwischen Mensch und Computer vom Beginn einer fünften Computerrevolution. In den Datennetzen der Welt werde künftig alles an Informationen gespeichert, sagte Ballmer. Die Interaktion mit Rechnern werde in den nächsten Jahren immer mehr so sein wie mit anderen Menschen. Man werde dem Computer einfach sagen können, was er machen solle. Frankreich ist in diesem Jahr Partnerland der wichtigsten Messe der Informations- und Telekommunikations-Industrie.

Allgegenwärtig ist auf dem Messegelände in Hannover das Schwerpunktthema Umweltschutz unter dem Motto "Green IT". So will der Software-Gigant Microsoft Verbrauchern gemeinsam mit dem Stromanbieter Yello künftig die Senkung des Energieverbrauchs erleichtern. Für einen Online-Stromzähler wollen sie die notwendige Software bereitstellen.

Green-IT-Village

Im sogenannten Green-IT-Village in Halle 9 können sich Besucher anschauen, wie aktuelle Hardware den Stromverbrauch im Vergleich zu gerade einmal fünf Jahre alten Geräten deutlich reduziert.

Auf andere Weise umweltfreundlich zeigt sich Notebook-Hersteller Asus. Statt aus Kunststoff besteht die Oberfläche eines sogenannten Ecobooks aus Bambus. Hersteller wie Fujitsu Siemens, Acer und auch Asus zeigen Rechner, die bei vergleichbarer Leistung weniger Energie als zuvor verbrauchen. Doch trotz Innovationen liegt der Schlüssel zur Senkung des Energiebedarfs beim Verbraucher.

Martin Jetter, Präsidiumsmitglied im Branchenverband Bitkom, betonte: "Durch umweltgerechtes Nutzerverhalten können Verbraucher den Energieverbrauch auch bei modernsten Geräten noch einmal auf ein Sechstel reduzieren." Er schätzt, das ein in Umweltdingen passiver Nutzer älterer Geräte im Extremfall "18 Mal mehr Energie braucht, als ein aufmerksamer Nutzer moderner Geräte".

pc/ddp