"Wir brauchen weiterhin Ingenieursverstand" CDU-Politiker fordert weiteres Geld für Atomforschung

Ungeachtet des Atomausstiegsbeschlusses von Union und FDP fordert der Vorsitzende der thüringischen CDU-Landtagsfraktion, Mike Mohring, weitere Staatsgelder für die Atomforschung. Das gehöre zur Glaubwürdigkeit der Union in der Energiefrage, sagte Mohring der "Leipziger Volkszeitung" laut Vorabbericht.

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CDU-Politiker fordert weiteres Geld für Atomforschung

Leipzig (dapd). Ungeachtet des Atomausstiegsbeschlusses von Union und FDP fordert der Vorsitzende der thüringischen CDU-Landtagsfraktion, Mike Mohring, weitere Staatsgelder für die Atomforschung. Das gehöre zur Glaubwürdigkeit der Union in der Energiefrage, sagte Mohring der "Leipziger Volkszeitung" laut Vorabbericht. "Selbst wenn wir alle Kernkraftwerke abschalten, wird in der Welt um uns herum weiter Atomstrom produziert werden", sagte er. "Deshalb brauchen wir weiterhin Ingenieursverstand, um die Anlagen sicher zu machen und für die Kernfusionsforschung."

Auf die Frage, ob die CDU ihre Energiewende nur eingeleitet habe, um sich die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit den Grünen zu sichern, sagte Mohring, die Union habe nur aus einer Position der Stärke heraus die Kraft zu neuen Koalitionsoptionen. "Eine Union mit 30 Prozent ist nicht geeignet für Schwarz-Grün", sagte er. "Nah an 40 Prozent sieht das schon anders aus." Deshalb sei es wichtig, dass die Union ihre Arbeit in der bürgerlichen Koalition bis 2013 gut mache.

Mohring sagte, die Grünen hätten in dem einen Punkt Atomausstieg Linie gehalten und deswegen auch eine besondere Glaubwürdigkeit in diesem Punkt. "Für die CDU ist es wichtig, sich auf ihre Grundkoordinaten zu besinnen und daraus ihre Tagespolitik zu erklären. Dann wirkt sie auch nicht beliebig", sagte Mohring.

dapd