Vorstoß von Ursula von der Leyen Bußgeld für Eltern von Schulschwänzern

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hat die Diskussion über Schulschwänzer wieder entfacht. Sie will die Eltern bestrafen, wenn die Kinder die Schule schwänzen. Die Ministerin begründet ihren Vorstoß damit, dass Schulschwänzen meist der Anfang vom Ende sei, da solche Schüler auch selten eine Ausbildung beginnen würden.

Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen (CDU) will Eltern bestrafen, wenn die Kinder die Schule schwänzen. - © Timur Emek/dapd

Die Deutsche Polizeigewerkschaft unterstützt den Vorstoß von Bundesarbeitsministerin von der Leyen, Eltern von Schulschwänzern ein Bußgeld abzuverlangen. Gewerkschaftschef Wendt sagte der "Bild"-Zeitung, auch Jugendkriminalität fange immer mit Schulschwänzen an.

Deshalb sei es gut, die Eltern mit einem Bußgeld zu belegen. Das sollte am besten gleich vom Kindergeld abgezogen werden. Die Ministerin hatte ihren Vorstoß damit begründet, dass Schulschwänzen oft der Anfang von Langzeitarbeitslosigkeit sei.

Erst Schule schwänzen, dann arbeitslos

50 Prozent der Langzeitarbeitslosen hätten keinen Schul- oder Berufsabschluss. Es sei deshalb entscheidend, den Anfängen zu wehren.  

FDP-Bildungsexpertin Sylvia Canel  spricht sich gegen ein solches Bußgeld aus. Canel sagte der "Berliner Morgenpost", sie finde es erstaunlich, dass Ursula von der Leyen "mitten in der Debatte um ihre Pläne für eine Zuschussrente dieses bildungspolitische Fass" aufmache.  Das Thema sei ganz klar Angelegenheit der Länder und Kommunen. dapd