Das wichtigste Thema für Personalverantwortliche ist die Führung von Mitarbeitern. Soweit das wenig überraschende Ergebnis einer aktuellen Studie. Viel interessanter ist jedoch, dass die Personaler das Erkennen von psychischen Erkrankungen inzwischen schon fast als ebenso wichtig einschätzen.

Das Trendbarometer 2012 der BWA Akademie kommt zu dem Ergebnis, dass sieben von zehn Personalverantwortliche (71 Prozent) das Erkennen von Burnout und anderen psychischen Erkrankungen 2012 zu ihren Hauptaufgaben zählen und sich für rechtzeitige Gegenmaßnahmen verantwortlich fühlen.
Damit liegt das Thema in der Prioritätenskala bereits auf Platz zwei und wird nur noch von der Mitarbeiterführung (81 Prozent) übertroffen. Auf den weiteren Plätzen folgen die Themen Wissensmanagement (61 Prozent) und innovative Vergütungs- und Arbeitsmodelle. Noch 43 Prozent der Personalleiter wollen sich für lebenslanges Lernen im Betrieb einsetzen.
Eignungsdiagnostische Verfahren
"Gerade angesichts des grassierenden Fach- und Führungskräftemangels wollen und können es sich immer weniger Unternehmen erlauben, gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Burnout oder ähnliche Erkrankungen zu verlieren", bewertet Akademie-Geschäftsführer Harald Müller die Zahlen. Der Arbeitsmarktexperte erwartet, dass Anti-Burnout-Strategien ab 2012 bei immer mehr Unternehmen zum "Standard-Repertoire der Mitarbeiterbindung" gehören werden. Eine wesentliche Rolle sollen dabei sogenannte eignungsdiagnostische Verfahren zur Standortanalyse von Beschäftigten spielen.
Die BWA Akademie ist ein Spezialist für Personalentwicklung, Outplacement, Personalberatung und Training sowie für Arbeitsmarktprogramme und Beschäftigtentransfer. Im Rahmen der Studie wurden 100 Personalverantwortliche von mittelständischen Betrieben und Großkonzernen befragt.
BWA/sg