Die Vorsitzende des Bundestagsbildungsausschusses, Ulla Burchardt (SPD), fordert vom niedersächsischen Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) Konsequenzen in der Plagiatsaffäre. Althusmann solle bis zum Ergebnis der Prüfung seiner Doktorarbeit durch die Universität Potsdam auf sein Amt als Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK) verzichten, sagte Burchardt am Montag in Berlin.
Burchardt: Althusmann soll Amt als KMK-Präsident ruhen lassen
Berlin (dapd). Die Vorsitzende des Bundestagsbildungsausschusses, Ulla Burchardt (SPD), fordert vom niedersächsischen Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) Konsequenzen in der Plagiatsaffäre. Althusmann solle bis zum Ergebnis der Prüfung seiner Doktorarbeit durch die Universität Potsdam auf sein Amt als Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK) verzichten, sagte Burchardt am Montag in Berlin.
Allein schon der Verdacht, dass der oberste politische Repräsentant der Bildungs- und Wissenschaftspolitik der Länder es bei seiner Arbeit mit der wissenschaftlichen Präzision nicht so genau genommen habe, "schadet dem Ansehen des Bildungsstandorts Deutschland", betonte sie.
Die Wochenzeitung "Die Zeit" hatte in der vergangenen Woche eine Analyse der Doktorarbeit veröffentlicht. Demnach wurden auf 88 von 114 untersuchten Seiten der 290 Seiten starken Arbeit Übernahmen von anderen Autoren nicht eindeutig gekennzeichnet. Althusmann hatte daraufhin handwerkliche Fehler bei der Abfassung der Arbeit eingeräumt.
dapd
