Sehhilfen an Halloween Bunte Kontaktlinsen: Worauf Träger achten sollten

Farbige Kontaktlinsen sind das i-Tüpfelchen für das perfekte Halloween-Outfit. Doch nicht alle Produkte sind unbedenklich fürs Auge. Folgendes gilt es zu beachten.

Der Hingucker an Halloween birgt Gefahren. Der Zentralverband der Augenoptiker warnt vor nicht fachmännisch angepassten Kontaktlinsen. - © Nejron Photo/fotolia.com

Rote Teufelsaugen, leuchtende Katzenlinsen und die unergründlichen Blicke einer Hexe: Zu Halloween werden Kostüme oft mit farbigen Kontaktlinsen vervollständigt. Der Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) und Optometristen warnt jedoch davor, solche Linsen zu lange zu tragen. S elbst wenn die Kontaktlinsen nur stundenweise getragen werden, sollten sie zuvor fachmännisch angepasst worden sein, warnt der ZVA. Denn vor allem bei Modellen mit intensiver Farbschicht gelange sonst zu wenig Sauerstoff ans Auge. Außerdem sind Linsen aus dem Kostümbedarf und Drogerien nicht den individuellen Gegebenheiten eines Auges angepasst wie Modelle zur Sichtkorrektur.

Kontaktlinsen niemals tauschen 

Unter welchen Voraussetzungen das Tragen von Kontaktlinsen überhaupt möglich ist, zeigt der Optiker auf, nachdem er die individuellen Parameter und Gegebenheiten des Auges ermittelt hat. Dies gilt nicht nur bei Kontaktlinsen, die im Wechsel zur Brille oder „ständig“ getragen werden, sondern auch bei reinen Motivlinsen ohne Korrektion. Wenn nötig, sorgt der Fachmann für eine optische Korrektion. Weil also auch reine Motivlinsen auf das Auge angepasst werden müssen, sollten sie untereinander nie getauscht werden.

Wer zum ersten Mal Kontaktlinsen trägt, sollte sich außerdem vom Fachmann in richtige Pflege und Hygienemaßnahmen einführen lassen.

Grundsätzlich gilt: Regelmäßige Kontrollen der Augen und der Kontaktlinsen beim Augenoptiker sind beim Kontaktlinsentragen unabdingbar. In diesem Zusammenhang warnt der Zentralverband der Augenoptiker davor, Kontaktlinsen aus dem Internet oder der Drogerie zu verwenden. Weder der optimale Sitz noch die gesundheitliche Unbedenklichkeit seien hier gesichert.

Motivlinsen nicht im Straßenverkehr nutzen

Motiv-Linsen sind dem Verband zufolge auch nicht für die Nutzung im Straßenverkehr geeignet. Denn meist habe die Öffnung der Linse für die Pupille nur einen Durchmesser von rund fünf Millimetern - in der Dämmerung oder Dunkelheit weitet sich die Pupille allerdings auf bis zu acht Millimeter. Das bedeutet, dass beim Auto- oder Fahrradfahren im Kostüm zu später Stunde das Sichtfeld und damit die seitliche Wahrnehmung eingeschränkt ist. dhz

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    Halloween – die Nacht des Grauens. Unsere nicht ganz so ernst gemeinte Bildergalerie zeigt, dass dem Handwerk am 31. Oktober so manches Missgeschick verziehen wird. Nein, sogar mehr als das: Teils sind die kleinen "Fehler" der Handwerker sogar ausdrücklich erwünscht.
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    Weniger künstlerisch, nein fast schon schlampig, dürfen Elektriker am 31. Oktober ihr Werk verrichten. Sorgen sie normalerweise dafür, dass das Zuhause auch nachts in hellem Licht erstrahlt, nimmt es an Halloween niemand krumm, wenn die Glühbirne gespenstisch flackert – ganz im Gegenteil.
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    Ganz ähnlich ergeht es den Tischlern. Allein schon zum Selbstschutz sollte ein Handwerker fähig sein, mit Hammer und Nagel umzugehen. Am 31. Oktober ist jedoch auch mal ein kleines Malheur drin. Hier darf der Tischler auch mal versehentlich in den Kopf anstatt in das Brett nageln. Natürlich nicht ernsthaft. Ein entsprechender Scherzartikel sorgt aber definitiv für ordentliche Schocker auf der Halloween-Party.
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    Ausnahmezustand auch in Kosmetikstudios: Eigentlich geht dorthin, wer schön sein möchte. An Halloween erhalten Kosmetiker stattdessen Applaus, wenn Make-up und Fingernägel möglichst gruselig geraten.
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    Nehmen wir doch mal den Metzger als Beispiel. An jedem anderen Tag wäre ein abgehackter Finger in der Auslage ein handfester Skandal. Nicht so an Halloween. Ein echter Grusel-Profi weiß zudem: Es muss gar nicht der echte Finger sein. Eine Bratwurst, dazu Mandelsplitter als Fingernagelersatz und ein wenig Ketchup – fertig ist das schauderhafte Fingerfood.
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    Normalerweise gestalten Maßschneider perfekt sitzende Kleidungsstücke. Aus edlen Stoffen und mit viel Geschick entstehen edle Maßanzüge, die Männer wie Gentlemen aussehen lassen. Auch an Halloween darf es ein Anzug sein – allerdings muss dieser weder maßgeschneidert noch sauber sein. Ein blutverschmierter Anzug, dazu ein humpelnder Gang und verwegene Zombie-Schminke – fertig ist der perfekte Halloween-Auftritt.
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    Am Morgen des 1. November hat der Spuk dann ein Ende – und im Handwerk klingelt die Kasse. Etwa bei den Gebäude­reinigern. Sie erhalten jetzt reihenweise Aufträge von Hausbesitzern, die sich dummerweise für "Saures" entschieden haben und deren Fassade nun verschandelt ist. Volle Auftragsbücher auch bei Rohrreinigungsbetrieben. Sie dürften wieder massig wegen verstopfter Toiletten gerufen werden. Schuld sind meist die Mumien vom Vorabend, die vergeblich versuchten, ihr Kostüm hinunterzuspülen. Halloween – es ist ein Fest fürs Handwerk.