Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, hält trotz des Todes von Osama bin Laden den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan weiter für notwendig. Es gehe darum, die Situation der dortigen Bevölkerung zu verbessern, Sicherheit zu schaffen und die afghanischen Sicherheitskräfte darauf vorzubereiten, selbst die Verantwortung zu übernehmen, sagte Kirsch am Mittwoch.
Bundeswehrverband hält Afghanistaneinsatz weiter für notwendig
Berlin (dapd). Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, hält trotz des Todes von Osama bin Laden den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan weiter für notwendig. Es gehe darum, die Situation der dortigen Bevölkerung zu verbessern, Sicherheit zu schaffen und die afghanischen Sicherheitskräfte darauf vorzubereiten, selbst die Verantwortung zu übernehmen, sagte Kirsch am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin".
Dieser Auftrag sei noch nicht erfüllt. Die afghanischen Sicherheitskräfte müssten in die Lage versetzt werden, mit den Terroristen fertig zu werden, die insbesondere in Pakistan rekrutiert und ausgebildet würden, um dann in Afghanistan Anschläge zu verüben, argumentierte Kirsch
Den Bundeswehrsoldaten in Afghanistan sei bewusst, dass sie nach bin Ladens Tötung wegen der Gefahr drohender Vergeltungsanschläge nun besonders wachsam sein müssten. Allerdings spiele Al Kaida im Norden des Landes, wo die deutschen Soldaten stationiert sein, keine große Rolle. Stattdessen seien in diesem Gebiet die Taliban ein Problem, gab der Verbandsvorsitzende zu bedenken.
Dennoch müssten sich die Soldaten darauf einstellen, dass die Zahl der Anschläge im Laufe der nächsten Zeit zunehmen werde. Das hinge schlicht mit den steigenden Temperaturen zusammen, die eine Offensive der Taliban erleichterten.
dapd
