Die Bundeswehr hat in ihrem Zuständigkeitsbereich im Norden Afghanistans eine Zunahme der Sprengfallen in den ersten fünf Monaten 2011 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um ein Drittel registriert.
Bundeswehr registriert mehr Sprengfallen in Afghanistan
Hamburg (dapd). Die Bundeswehr hat in ihrem Zuständigkeitsbereich im Norden Afghanistans eine Zunahme der Sprengfallen in den ersten fünf Monaten 2011 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um ein Drittel registriert. Dies führt das Verteidigungsministerium auf die höhere Präsenz der Bundeswehr zusammen mit den afghanischen Sicherheitskräften in der nördlichen Region zurück, berichtet das "Hamburger Abendblatt" (Montagausgabe). Im landesweiten Vergleich seien aber nur vier Prozent aller Vorfälle mit Sprengfallen im Bereich des Regionalkommandos Nord gemeldet worden.
In dem Berichtszeitraum wurden nach Informationen der Zeitung im Norden des Landes zwar annähernd 100 Anschläge auf die internationale Schutztruppe ISAF verübt. Doch wurden im selben Zeitraum rund 200 Sprengfallen gefunden und beseitigt.
Sprengstoffanschläge seien die größte Bedrohung für die Bundeswehr in Afghanistan, sagte Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) dem Blatt. "Deshalb ist es eine gute Nachricht, dass wir fast zwei Drittel aller Sprengfallen im deutschen Verantwortungsbereich beseitigen konnten."
dapd
