Die Bundeswehr kann ihren 1999 gestarteten Kosovo-Einsatz weiterführen, der aber personell reduziert wird. Das beschloss der Bundestag am Donnerstag in Berlin. Momentan ist die Bundeswehr der größte Truppensteller in dem Balkanland mit rund 1.100 Mann. Diese Zahl soll bis Jahresende auf 900 Soldaten sinken.
Bundestag beschließt weiteren Kosovo-Einsatz
Berlin (dapd). Die Bundeswehr kann ihren 1999 gestarteten Kosovo-Einsatz weiterführen, der aber personell reduziert wird. Das beschloss der Bundestag am Donnerstag in Berlin. Momentan ist die Bundeswehr der größte Truppensteller in dem Balkanland mit rund 1.100 Mann. Diese Zahl soll bis Jahresende auf 900 Soldaten sinken.
Als maximale Obergrenze sind in dem neuen, zeitlich nicht befristeten Mandat 1.850 Mann vorgesehen. Die Einsatzkosten werden für die kommenden zwölf Monate auf 76 Millionen Euro beziffert.
1999 hatte die NATO ihren Einsatz in der damals abtrünnigen serbischen Provinz mit etwa 50.000 KFOR-Soldaten begonnen. Nach mehreren Reduzierungsschritten befinden sich noch rund 7.000 ausländische Soldaten aus 30 Ländern im Kosovo. Die Reduzierung der ausländischen Truppenpräsenz wird mit der verbesserten Sicherheitslage begründet.
In namentlicher Abstimmung votierten 489 Abgeordnete für das KFOR-Mandat, 66 lehnten es ab. Es gab zehn Enthaltungen. Auf der Gästetribüne hatte der kosovarische Außenminister Enver Hoxhaj die Debatte verfolgt.
dapd
