Förderung für E-Autos E-Auto-Prämie startet: Ab Dienstag können Käufer Anträge stellen

Bis zu 6.000 Euro vom Staat: Das Förderportal für die neue Kaufprämie geht am Montag online, ab Dienstag sind Anträge möglich. Die Prämie gilt rückwirkend für alle Zulassungen seit Januar – die Kfz-Branche meldet bereits einen deutlichen Schub bei Privatkunden.

Neue E-Auto-Prämie: Privatkunden können rückwirkend zum Jahresanfang bis zu 6.000 Euro Zuschuss erhalten – gestaffelt nach Einkommen und Kinderzahl. - © BASILICOSTUDIO STOCK - stock.adobe.com

Käufer eines neuen Elektroautos können ab kommendem Dienstag staatliche Förderung beantragen. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) schaltet das Förderportal nach Angaben seines Ministeriums am Montag frei. Förderfähig sind Neuwagen, die seit dem 1. Januar 2026 zugelassen wurden – Käufer können die Prämie also rückwirkend beantragen. Das gilt sowohl für den Kauf als auch für das Leasing.

Bundestag und Bundesrat hatten die neue Kaufprämie zuvor beschlossen. Privatkundinnen und Privatkunden können den Zuschuss für reine Elektroautos, Plug-in-Hybride und Elektroautos mit Range Extender beantragen. Je nach Fahrzeug und persönlicher Situation liegt die Förderung zwischen 1.500 und 6.000 Euro. Es gelten Einkommensgrenzen: bis 80.000 Euro Haushaltseinkommen pro Jahr, mit zwei Kindern bis 90.000 Euro.

Förderhöhe richtet sich nach Einkommen und Kinderzahl

Die Basisförderung für reine Elektroautos beträgt 3.000 Euro. Haushalte mit höchstens 60.000 Euro Jahreseinkommen erhalten 4.000 Euro, Haushalte mit höchstens 45.000 Euro bekommen 5.000 Euro. Pro Kind kommen 500 Euro hinzu, maximal 1.000 Euro.

Weniger Geld gibt es für Plug-in-Hybride, die mit Strom und Kraftstoff fahren, sowie für Fahrzeuge mit Range Extender. Hier liegt die Basisförderung bei 1.500 Euro. Range Extender sind kleine Verbrennungsmotoren, die die Reichweite eines Elektroautos vergrößern.

Branche meldet deutlichen Schub bei Privatkunden

Die Aussicht auf die Förderung wirkt bereits. Nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) stieg der Anteil rein batterieelektrischer Fahrzeuge am gesamten Pkw-Markt im ersten Quartal 2026 auf 22,8 Prozent – nach 16,8 Prozent im Vorjahresquartal. Bei Privatkäufen entschieden sich sogar 27,4 Prozent für ein E-Auto. Das entspricht 62.532 Neuzulassungen, gegenüber 34.433 im Vorjahreszeitraum.

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) führt den Anstieg auf zwei Faktoren zurück: die hohen Spritpreise und die erwartete Kaufprämie. "Die Aussicht auf Förderung sowie die hohen Spritpreise geben der E-Mobilität bei Privatkunden derzeit einen klaren und spürbaren Schub", sagt ZDK-Präsident Thomas Peckruhn laut Mitteilung. Den Bundestagsbeschluss zur rückwirkenden Förderung nennt er ein "wichtiges Signal". dpa/fre