Die Bundesregierung fordert den Rücktritt des jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh und droht mit Konsequenzen, wenn er die Macht nicht abgibt. Saleh habe trotz mehrfacher Ankündigung das Vermittlungsangebot des Golf-Kooperationsrats zur Überwindung der unhaltbaren Situation im Jemen nicht unterzeichnet, sagte Außenamtssprecher Andreas Peschke am Mittwoch in Berlin.
Bundesregierung will Starrsinn Salehs nicht länger hinnehmen
Berlin (dapd). Die Bundesregierung fordert den Rücktritt des jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh und droht mit Konsequenzen, wenn er die Macht nicht abgibt. Saleh habe trotz mehrfacher Ankündigung das Vermittlungsangebot des Golf-Kooperationsrats zur Überwindung der unhaltbaren Situation im Jemen nicht unterzeichnet, sagte Außenamtssprecher Andreas Peschke am Mittwoch in Berlin.
Deswegen sei es seit Wochenbeginn zu massiven gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften des Präsidenten auf der einen Seite und bewaffneten Stammesangehörigen der Opposition auf der anderen Seite gekommen. Dabei seien übereinstimmenden Berichten zufolge mehrere Menschen ums Leben gekommen und viele weitere verletzt worden.
"Wir sind sehr besorgt über diese gefährliche Eskalation der Situation in Jemen und rufen alle Beteiligten zu größtmöglicher Zurückhaltung angesichts dieser gefährlichen Eskalation auf", sagte Peschke. Die Situation sei "völlig unhaltbar". Jede weitere Verzögerung schade dem jemenitischen Volk und unterminiere die Sicherheit in der gesamten Golfregion.
"Die Europäische Union und wir behalten uns ausdrücklich vor, auf weiteren Starrsinn seitens des jemenitischen Präsidenten auch entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um unserer kritischen Haltung in naher Zukunft Nachdruck zu verleihen", sagte der Außenamtssprecher.
dapd
