Kompetenz weiter nötig Bundesregierung stockt Mittel für Atomforschung auf

Die Bundesregierung wird die Mittel für Atomforschung trotz des Ausstiegs aus der Kernkraft steigern. Derzeit würden Forschungseinrichtungen wie etwa die Helmholtz-Gesellschaft pro Jahr mit 32 Millionen Euro gefördert. Diese Summe steige noch im nächsten Jahr auf 35 Millionen Euro, sagte Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) der "Neuen Osnabrücker Zeitung"

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Bundesregierung stockt Mittel für Atomforschung auf

Osnabrück (dapd). Die Bundesregierung wird die Mittel für Atomforschung trotz des Ausstiegs aus der Kernkraft steigern. Derzeit würden Forschungseinrichtungen wie etwa die Helmholtz-Gesellschaft pro Jahr mit 32 Millionen Euro gefördert. Diese Summe steige noch im nächsten Jahr auf 35 Millionen Euro, sagte Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Dazu kämen 10 Millionen Euro, die direkt in spezielle Forschungsprojekte fließen. "Das zeigt: Atomforschung bleibt wichtig", betonte die Ministerin. Auch in Zukunft brauche Deutschland Kompetenz, um international sprech- und urteilsfähig zu sein.

Als "hochinteressant" bezeichnete die Ministerin das Verfahren der Transmutation, das radioaktive Stoffe wie Plutonium oder andere Langzeitstrahler entschärfen könne. Dies sei ein zentraler Ansatz, die Entsorgungsfrage zu lösen. "Ich warne aber vor vorschnellen Prognosen, wonach Atommüll in 20 Jahren nicht mehr strahlen wird", sagte Schavan. Niemand könne sagen, ob diese Technik in 10, 20 oder 50 Jahren anwendbar sei. Großes wirtschaftliches Potenzial sieht die Ministerin im Rückbau von Kernkraftwerken.

dapd