Die Bundesregierung schweigt zu der Festnahme des Direktors des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn. Alle Fragen in dem Fall seien an das Büro von Strauss-Kahn in Paris zu richten, sagte eine Sprecherin der Regierung am Sonntag auf dapd-Anfrage in Berlin.
Bundesregierung schweigt zu Festnahme von Strauss-Kahn
Berlin (dapd). Die Bundesregierung schweigt zu der Festnahme des Direktors des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn. Alle Fragen in dem Fall seien an das Büro von Strauss-Kahn in Paris zu richten, sagte eine Sprecherin der Regierung am Sonntag auf dapd-Anfrage in Berlin. Der 62-Jährige, der am Sonntag zu einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Griechenland-Krise in Berlin erwartet wurde, soll am Samstag in New York eine Hotelangestellte angegriffen und zum Oralsex gezwungen haben.
Laut New Yorker Polizei hat Strauss-Kahn einen Rechtsanwalt hinzugezogen und gegenüber den Behörden zunächst keine Erklärung abgegeben. Ihm wird versuchte Vergewaltigung und Freiheitsberaubung vorgeworfen. Polizisten hatten den IWF-Chef kurz vor seiner Abreise auf dem New Yorker JFK-Flughafen festgenommen.
Strauss-Kahn galt als möglicher Kandidat bei der französischen Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr. Nach dem Treffen am Sonntag mit Merkel im Bundeskanzleramt wollte er am Montag und Dienstag in Brüssel an Beratungen der EU-Finanzminister zur Lage in Griechenland teilnehmen. Der IWF steuert ein Drittel des Milliarden-Rettungspakets für Griechenland bei. Strauss-Kahns geplante Gespräche in Berlin und Brüssel galten als Indiz für den Ernst der Lage um das vom Staatsbankrott bedrohte Land.
dapd
