Monatsbericht des Bundeswirtschaftsministeriums Bundesregierung rechnet mit weiterer Konjunkturerholung

Das Bundeswirtschaftsministerium rechnet mit einer Fortsetzung der Konjunkturerholung. Zudem werde dieser Prozess im Jahresverlauf "allmählich auch an Breite gewinnen", heißt es im aktuellen Monatsbericht zur "wirtschaftlichen Lage in der Bundesrepublik Deutschland im Mai 2010".

Bundesregierung rechnet mit weiterer Konjunkturerholung

Deutschland profitiere von der anhaltenden Wiederbelebung der Weltwirtschaft wie auch von weiteren Nachholeffekten. "Gleichwohl bleiben die konjunkturellen Risiken hoch und sind durch die schwierige Haushaltslage in einigen Euroländern noch gestiegen."

Der wirtschaftliche Erholungsprozess in Deutschland habe nach der Abschwächung im Winter gegen Ende des ersten Quartals wieder Fahrt aufgenommen. "Die Frühjahrsbelebung setzte früher und stärker ein als üblich", heißt es in dem Bericht. Das Bruttoinlandsprodukt habe gegenüber dem Vorquartal preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,2 Prozent zugenommen.

Dabei seien die Impulse von den Ausrüstungsinvestitionen und den Exporten gekommen. Stützend wirkte zudem der staatliche Konsum. Ferner hätten die Unternehmen ihre Lager wieder aufgefüllt. Dämpfend wirkten demgegenüber die durch die Witterungsverhältnisse beeinträchtigten Bauinvestitionen und die nochmals schwache Entwicklung der privaten Konsumausgaben.

Angesichts der erhöhten Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen sowie eines aufgehellten Geschäftsklimas der Unternehmen spreche viel für eine weitere Erholung der Industriekonjunktur. Die Bauproduktion dürfte in den kommenden Monaten durch weitere Nachholeffekte sowie die Konjunkturprogramme geprägt bleiben. Wegen der stabilen Beschäftigungsentwicklung sowie höherer verfügbarer Einkommen dürfte sich der private Konsum im weiteren Verlauf des Jahres erholen. Die weiter kräftige Aufhellung des Geschäftsklimas im Einzelhandel signalisiere, dass die Trendwende bevorstehe.

Der Arbeitsmarkt zeige sich robust und entwickele sich weiter ungewöhnlich günstig. Einer Zunahme der Beschäftigung in einigen Dienstleistungsbereichen stehe allerdings weiterhin ein Abbau von Arbeitsplätzen in der Industrie gegenüber.

ddp