Brüderle plädiert für die Französin an der Spitze des IWF Bundesregierung hat sich noch nicht auf Lagarde festgelegt

Die Bundesregierung hat sich noch nicht auf die französische Finanzministerin Christine Lagarde als neue Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) festgelegt. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Montag in Berlin: "Die Bundesregierung hat noch keine Entscheidung getroffen, welchen Kandidaten, welche Kandidatin sie unterstützen wird." Es gebe Gespräche auf allen Ebenen.

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Bundesregierung hat sich noch nicht auf Lagarde festgelegt

Berlin (dapd). Die Bundesregierung hat sich noch nicht auf die französische Finanzministerin Christine Lagarde als neue Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) festgelegt. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Montag in Berlin: "Die Bundesregierung hat noch keine Entscheidung getroffen, welchen Kandidaten, welche Kandidatin sie unterstützen wird." Es gebe Gespräche auf allen Ebenen.

Das IWF-Direktorium will bis Ende Juni seine Wahl treffen. Seibert sagte: "Da gibt es einen Zeitrahmen, und in dem wird gearbeitet."

Zuvor hatte der frühere Bundeswirtschaftsminister und derzeitige FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle eine Kandidatur Lagardes befürwortet. "Frau Lagarde ist ohne Frage eine qualifizierte Dame", sagte Brüderle vor der Sitzung der FDP-Parteigremien in Berlin. Angesichts der Euro-Krise tue Europa gut daran, darauf zu bestehen, diese Position wieder selbst zu besetzen. Auch deutsche Kandidaten kann sich Brüderle vorstellen.

Der bisherige IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn war in der vergangenen Woche nach Anschuldigungen, ein Sexualverbrechen begangen zu haben, zurückgetreten.

dapd