Stegmans warnt zugleich vor voreiliger Debatte über Nachfolge für Strauss-Kahn Bundesregierung für Europäer an IWF-Spitze

Die Bundesregierung hat sich dafür ausgesprochen, die Führung des Internationalen Währungsfonds (IWF) auch in Zukunft einem Europäer zu überlassen. Zugleich wandte sich Regierungssprecher Christoph Steegmans am Mittwoch gegen eine voreilige Debatte über die Nachfolge des verhafteten IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn, dem Sexualstraftaten vorgeworfen werden.

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Bundesregierung für Europäer an IWF-Spitze

Berlin (dapd). Die Bundesregierung hat sich dafür ausgesprochen, die Führung des Internationalen Währungsfonds (IWF) auch in Zukunft einem Europäer zu überlassen. Zugleich wandte sich Regierungssprecher Christoph Steegmans am Mittwoch gegen eine voreilige Debatte über die Nachfolge des verhafteten IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn, dem Sexualstraftaten vorgeworfen werden. Für diesen gelte die Unschuldsvermutung. Der IWF müsse die Debatte darüber, wie er seine Handlungsfähigkeit sicherstellen wolle, intern führen.

"Sollte der IWF-Chefposten irgendwann nachzubesetzen sein, dann spricht sich die Bundesregierung dafür aus, dass dies dann wieder ein Europäer sein sollte, der an der Spitze des IWF steht", sagte Steegmans. "Und wir glauben auch, dass es in Europa eine Fülle von hochqualifizierten Kandidaten gibt." Von der Sache her sei es in der derzeitigen Euro-Debatte sinnvoll, "wenn der IWF-Chef mit den Besonderheiten Europas, den hiesigen Währungsfragen und auch den hiesigen politischen Umständen bestens vertraut ist". Die Frage einer Nachfolge stelle sich aber derzeit noch nicht.

dapd