Rente mit 69 ist für die Bundesregierung kein Thema. Sie werde weder gefordert, verfolgt, noch in Betracht gezogen, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag. Ähnlich äußerte sich ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums, in dessen Haus angeblich entsprechende Überlegungen angestellt werden.
Bundesregierung dementiert
Das Magazin "Focus" hatte am Wochenende berichtet, die Bundesregierung erwäge eine Anhebung des Renteneintrittsalters um zwei auf 69 Jahre, um die Staatsfinanzen zu sichern. Der "Focus" berief sich dabei auf ein Papier aus dem Finanzressort. Der Ministeriumssprecher sagte, derartige Überlegungen gebe es nicht.
Für die FDP stellte Generalsekretär Christian Lindner klar, die Rente mit 69 sei "kein Konzept der FDP". Seine Partei sei für einen flexiblen Übergang in die Rente.
Auch die Opposition ist dagegen
Auch SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles sagte, sie könne keine Anzeichen in der Bevölkerung erkennen, dass eine Erhöhung des Rentenalters gewünscht sei. Die Vorsitzende der Linkspartei, Gesine Lötzsch, sprach von einem "absolut absurden Szenario". Gute Löhne sollten die Basis für gute Renten sein. Das Dementi der Regierung nannte sie nicht glaubhaft.
dapd