Das Bundesfamilienministerium kooperiert neuerdings mit dem Onlinenetzwerk Xing. Die Plattform funktioniert ähnlich wie Facebook ist jedoch allein auf berufliche Kontakte und Themengruppen ausgelegt. Von der Kooperation sollen vor allem Frauen nach der Familienpause profitieren.
"Frauen nutzen persönliche Kontakte zu wenig", sagt Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. Gerade online sieht sie noch Potenziale für Frauen, die nach der Familienpause einen Wiedereinstieg in das Berufsleben suchen. In Kooperation mit einem der führenden Anbieter von Karrierenetzwerken im Internet, Xing, bietet das Bundesfamilienministerium nun Fortbildungen an.
In München, Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt beginnen ab April die Weiterbildungsseminare. Dort sollen Frauen vor Ort lernen, wie sie mit Xing eine Visitenkarte im Internet einrichten, Kontakte knüpfen und Netzwerke für ihren beruflichen Wiedereinstieg nutzen.
Immer mehr Betriebe nutzen soziale Onlinemedien bei der Bewerbersuche. Frauen machen bisher zu wenig auf sich aufmerksam. "Gerade ein Drittel unserer Mitglieder sind weiblich. Dabei ist Vernetzung ein Schlüsselfaktor für den erfolgreichen Wiedereinstieg ins Arbeitsleben", sagt Stefan Groß-Selbeck, Vorstandsvorsitzender der Xing AG.
Bei der Suche nach einer passenden Stelle hilft vor allem Vitamin B. "Schätzungsweise 50 Prozent aller Stellen werden heute über Kontakte und Referenzen vergeben", erklärt Schröder.
Sie beauftragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa Frauen zu befragen, die nach einer Familienpause wieder in die Berufswelt eingestiegen sind. Rund der Hälfte ist der Wiedereinstieg über persönliche Kontakte gelungen. Nur zehn Prozent der befragten Frauen sind Mitglied in einem beruflichen Internetnetzwerk. Die Kooperation zwischen Xing und dem Ministerium soll Frauen helfen, durch die Pflege ihrer Kontakte im Internet mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu bekommen. Es ist Teil des Aktionsprogramms Wiedereinstieg, welches Frauen Tipps und Beratung vermitteln. dhz