Bundesbank Bundesbank zieht 2009 mehr Falschgeld aus dem Verkehr

Die Bundesbank hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Falschgeld aus dem Verkehr gezogen. Zugleich sank jedoch die Schadenssumme. Insgesamt sind nach Bundesbank-Angaben 52.500 nachgemachte Banknoten und damit rund ein Viertel mehr als 2008 registriert worden.

Bundesbank zieht 2009 mehr Falschgeld aus dem Verkehr

Der Schaden sei mit 3,1 Milliarden Euro um rund 400 Millionen Euro geringer ausgefallen als im Vorjahr. Grund sei der Rückgang der falschen Noten mit hohem Nennwert.

Insgesamt kommen damit laut der Bank auf 10.000 Bundesbürger sechs Fälschungen. Dieser Wert liege weit unter dem Durchschnitt des Euro-Raums, sagte der Leiter des Bundesbank-Zentralbereichs Bargeld Helmut Rittgen. Zugleich habe der Schaden durch Euro-Falschgeld den niedrigsten Stand erreicht. Allerdings erhöhte sich der Anteil falscher Noten im zweiten Halbjahr um 16 Prozent auf mehr als 28.200. Dabei sei rund jede zweite gefälschte Note ein 50-Euro-Schein gewesen.

Weniger falsche Münzen

Auch bei den gefälschten Münzen registrierten die Zentralbanker eine insgesamt rückläufige Entwicklung. Insgesamt seien 2009 rund 78.500 falsche Münzen im deutschen Zahlungsverkehr festgestellt worden nach 80.000 im Vorjahr. Auf 10.000 Einwohner seien damit rund neun falsche Münzen gekommen.

Wie auch bei den Banknoten sind den Angaben zufolge in der zweiten Jahreshälfte mit 45 820 deutlich mehr falsche Euro-Münzen aus dem deutschen Zahlungsverkehr gezogen worden. Insgesamt belaufe sich das Plus gegenüber der ersten Jahreshälfte auf rund 40 Prozent. Dabei seien die Fälschungen ausschließlich auf die 50-Cent-, Ein-Euro- und Zwei-Euro-Stücke entfallen. Besonders häufig stießen die Banker dabei auf nachgemachte Zwei-Euro-Münzen, die rund 80 Prozent der falschen Münzen ausmachten.

20-Euro-Schein wird am meisten gefälscht

Auch die Europäische Zentralbank (EZB) hat im zweiten Halbjahr 2009 erneut mehr gefälschte Banknoten aus dem Verkehr gezogen als im Vorzeitraum. Demnach wurden zwischen Juli und Dezember 447.000 falsche Banknoten registriert. Im ersten Halbjahr waren es 413.000 gewesen und im zweiten Halbjahr des Vorjahres 354.000.

Erneut sei dabei mit 47 Prozent der größte Teil der Fälschungen auf 20-Euro-Noten entfallen, gefolgt von 50-Euro-Noten mit 39 Prozent. Bei rund jeder zehnten Fälschung habe es sich um einen 100-Euro-Schein gehandelt. Gemessen an der auf 12,8 Milliarden weiter gestiegenen Zahl echter Banknoten sei die Zahl der aufgefundenen Fälschungen weiterhin sehr niedrig, teilte die EZB mit.

ddp