Zahl der Gebäudesanierungen bricht ein Bund und Länder müssen sich einigen

Die Hausbesitzer sind verunsichert. Immer weniger entscheiden sich für eine energetische Gebäudesanierung, weil sie nicht wissen, wie es mit den Förderungen weitergeht. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) fordert deshalb eine schnelle Lösung von der Bundesregierung und den Ländern.

Wegen des seit Monaten schwelenden Streits um steuerliche Anreize und der finanziell nicht ausreichenden Förderprogramme, entscheiden sich immer weniger Hausbesitzer für eine energetische Sanierung. Foto: dapd

Bund und Länder müssen sich einigen

"Die Zahlen, die uns zur Entwicklung des Sanierungsmarktes vorliegen, sprechen eine deutliche Sprache. Die Hausbesitzer sind extrem verunsichert und nehmen energetische Sanierungen immer weniger in Angriff", sagt Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. Die Bundesregierung müsse jetzt dringend handeln und den Vermittlungsausschuss anrufen, um den Steueranreiz für hocheffiziente energetische Sanierungen doch noch zu retten. Kohler forderte zudem, dass die Steuererleichterung auch auf Teilsanierungen ausgeweitet wird. Insgesamt müsse das Fördervolumen auf 5 Milliarden Euro erhöht werden.

Die Vorschläge für die steuerliche Förderung sind – wie momentan vorgesehen – vom persönliches Steuersatz der Hausbesitzer abhängig. Aus Sicht der dena werden Geringverdiener damit jedoch benachteiligt und könnten weniger von der Förderung profitieren. Sie macht deshalb den Vorschlag, dass Eigentümer über 10 Jahre jeweils 3 Prozent der energetischen Sanierungskosten direkt von ihrer Steuerschuld abziehen könnten. Davon würden alle Einkommensgruppen gleichermaßen profitieren.

dhz