Bayern und der Bund wollen bei der Energiewende an einem Strang ziehen. Bezüglich eines möglichen Datums zum Ausstieg aus der Kernenergie seien er und Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) sehr nah beieinander, sagte Bayerns Ressortchef Markus Söder (CSU) am Freitagabend in Nürnberg.
Bund und Bayern ziehen bei Energiewende an einem Strang
Nürnberg (dapd-bay). Bayern und der Bund wollen bei der Energiewende an einem Strang ziehen. Bezüglich eines möglichen Datums zum Ausstieg aus der Kernenergie seien er und Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) sehr nah beieinander, sagte Bayerns Ressortchef Markus Söder (CSU) am Freitagabend in Nürnberg. Dort trafen sich die Umweltminister der unionsgeführten Länder und des Bundes zu einem zweitägigen Strategietreffen zur Energiewende.
Während Söder seine Forderung eines Ausstieg bis spätestens 2022 bekräftigte, wollte sich Röttgen auf kein Datum festlegen. Er sagte lediglich: "Wir wollen den Konsens". Bevor er einen Zeitraum benenne, wolle er die Berichte der Ethikkommission und der Reaktorsicherheitskommission abwarten. Bis diese vorlägen, sei es aber wohl nicht mehr so lang, sagte Röttgen. Nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima sei er wie auch sein Länderkollege von der Notwendigkeit einer Energiewende in einem "überschaubaren Zeitraum" überzeugt. "Daraus muss man die Konsequenzen ziehen", sagte er.
Außerdem biete die Energiewende Deutschland die riesige Chance, seine Strom- und Energieversorgung zu modernisieren. "Ich glaube, dass das die konkreteste Wachstumsstrategie ist", sagte Röttgen.
dapd
