"Chancen für Kfz-Betriebe" Bund startet Förderung für Lkw-Ladepunkte: Rückenwind vom ZDK

Das Bundesverkehrsministerium legt ein neues Förderprogramm für die Ladeinfrastruktur schwerer Nutzfahrzeuge auf. Der Kraftfahrzeugverband begrüßt den Schritt und sieht Chancen für die Kfz-Betriebe. Insgesamt 200 Millionen Euro fließen in die ersten drei Förderaufrufe. Welche Unternehmen zum Start profitieren und welche Fristen gelten.

Neben der Ladeinfrastruktur können im neuen Programm für E-Lkws auch Netzanschluss, Batteriespeicher und Ladelastmanagementsysteme gefördert werden. - © ThomBal - stock.adobe.com

Das Bundesverkehrsministerium startet ein Förderprogramm zum Aufbau der Ladeinfrastruktur für schwere Elektro-Nutzfahrzeuge – und der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) unterstützt den Schritt. Sowohl Unternehmen, die in ihrem Betrieb Ladeinfrastruktur für den Fuhrpark aufbauen, als auch Betreiber von öffentlich zugänglichen Ladepunkten für schwere Nutzfahrzeuge können die Förderung in Anspruch nehmen. Insgesamt stehen dafür 1 Milliarde Euro über vier Jahre zur Verfügung.

"Die Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs kann nur gelingen, wenn die entsprechende Ladeinfrastruktur parallel zum Hochlauf der Fahrzeuge mitwächst", erklärt ZDK-Präsident Thomas Peckruhn in einer Mitteilung. Das neue Förderprogramm könne dazu beitragen, Investitionsentscheidungen in der Branche zu beschleunigen. Und das eröffne auch Chancen für Kfz-Betriebe.

3 Förderaufrufe zum Start

Neben der Ladeinfrastruktur sind auch der erforderliche Netzanschluss, Batteriespeicher und Ladelastmanagementsysteme förderfähig. Das Fördervolumen für die ersten drei Förderaufrufe beträgt 200 Millionen Euro. Diese richten sich an:

  1. Ladeinfrastruktur für kleine und mittlere Unternehmen: Anträge können ab dem 5. Juni gestellt werden
  2. Ladeinfrastruktur für alle Unternehmensgrößen: Anträge möglich ab 26. Mai
  3. Ladeinfrastruktur für Betreiber öffentlicher Anlagen: Anträge können ab dem 26. Mai gestellt werden

Voraussetzungen für die Elektrifizierung

Nach Ansicht des ZDK sind für den Erfolg der Elektromobilität im Nutzfahrzeugsektor neben dem Ladenetz auch wettbewerbsfähige Strompreise und eine Mautbefreiung für batterieelektrische Lkw notwendig. Sind diese Bedingungen erfüllt, rechnet der Verband bei Nutzfahrzeugen mit einem stärkeren Anstieg des Marktanteils von E-Antrieben als im Pkw-Bereich.

Der Verband führt an, dass auch die Verbraucher von einem Ausbau profitieren. Der Einsatz von E-Lkw trage zu einer klimafreundlicheren Logistik bei und könne die Emissionen im Straßengüterverkehr deutlich senken. Zudem verringere die Elektromobilität im Schwerlastverkehr die Lärm- und Schadstoffbelastung, insbesondere in Städten. ewö

>> Ein Überblick zu den Förderrichtlinien für die Nutzfahrzeug-Ladeinfrastruktur des BMV inklusive Termine für Online-Seminare