Bund der Versicherten Kfz-Versicherung wechseln: Vergleichsportale sind nicht neutral

Der Wechsel der Kfz-Versicherung ist zum Jahresende möglich. Bei der Suche spucken die Vergleichsportale jedoch keine unabhängigen Ergebnisse aus, warnt der Bund der Versicherten.

Vergleichen lohnt sich: Wer die Kfz-Versicherung wechselt, vergleicht die Angebote. Der erstbeste Treffer im Vergleichsportal ist aber nicht immer die günstigste Lösung. - © Foto: Colourbox

Die meisten Kfz-Versicherungen können bis zum Ende des Kalenderjahres gekündigt werden. Alljährlich vergleichen Kfz-Besitzer deshalb die Konditionen anderer Anbieter, um im neuen Jahr eine günstigere Versicherung abzuschließen. Vergleichsportale können bei der Suche nach einer neuen Kfz-Versicherung helfen. Doch der Bund der Versicherten e. V. (BdV) warnt, dass die Ergebnisse der Suchmaschinen nicht neutral, sondern durch die Versicherungen finanziert sind.

Portale als Makler für Kfz-Versicherung

"Viele Verbraucher denken tatsächlich, dass es sich hierbei um vollkommen unabhängige und im Sinne des Verbraucher handelnde Portale handelt“, sagt Bianca Boss, Pressereferentin beim BdV. Dem sei nicht so. Diese Portale, so der Bdv, finanzieren sich durch den Vertragsabschluss bei der jeweiligen Versicherung – weshalb diese Portale dann auch als Versicherungsmakler gemeldet seien.

Wie der Bdv anmerkt, zeigen manche Portale nicht alle Versicherer an. Das liege daran, dass es auch Anbieter gebe, die keine Abschlussprovision zahlen wollen – wie manch ein Direktanbieter. Diese werden laut Bdv nicht von den Portalen als empfehlenswerter Abschluss-Kandidat genannt.

Unbedingt Vergleichsportale vergleichen

Daher rät der Bdv Verbrauchern, Vergleichsportale zu vergleichen. "Verbraucher sollten sich bei drei bis fünf Portalanbietern Angebote für ihr Kfz einholen“, erläutert Boss. Finden sich dann auf den ersten fünf Plätzen die gleichen Anbieter, könne sich der Verbraucher für einen dieser entscheiden. sd