Die bundesweit einheitliche Behördenrufnummer 115 startet ihren Regelbetrieb. Angelehnt an die Notrufnummern 110 und 112 sollen Bürger unter der 115 schnellen Rat und direkte, behördenübergreifende Informationen erhalten.
Bürgertelefon nimmt Regelbetrieb auf
Der Kontakt zu Behörden und Ministerien soll damit wesentlich einfacher werden. "Die einheitliche Behördennummer 115 ist ein großer Schritt hin zu einer bürgerfreundlichen und serviceorientierten Verwaltung. ITK-Projekte der öffentlichen Hand können hervorragend funktionieren, wenn man sie professionell angeht“, sagte August-Wilhelm Scheer, Präsident des Hightech-Verbands Bitkom. Wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Verbandes ergab, wollen künftig 82 Prozent der Deutschen bei amtlichen Anliegen die neue Behördenrufnummer nutzen.
Das Konzept der 115 sieht vor, dass die Mitarbeiter in den Service-Centern zunächst selbst versuchen sollen, die Anliegen der Anrufer zu bearbeiten. Können die Mitarbeiter am Telefon nicht sofort weiterhelfen, verbinden sie direkt an den Fachkollegen oder nehmen das Anliegen auf und schicken eine elektronische Nachricht an die entsprechende Stelle, zum Beispiel an das zuständige Ministerium.
Vorbild für das deutsche Bürgertelefon ist die Servicehotline der New Yorker Stadtverwaltung. Sie wurde im Jahr 2003 eingerichtet und ist rund um die Uhr in 171 Sprachen erreichbar. Die Rufnummer 115 startet am 14. April.
dhz