Zweithöchster Anstieg seit 2008 Bruttoverdienste legen kräftig zu

Arbeitnehmer haben im ersten Quartal dieses Jahres dank der guten Konjunktur deutlich mehr verdient. Die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer, also die Reallöhne, sind im ersten Quartal 2011 auf Jahressicht um durchschnittlich 2,0 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Der Anstieg sei der zweithöchste seit 2008.

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Bruttoverdienste legen kräftig zu

Wiesbaden (dapd). Arbeitnehmer haben im ersten Quartal dieses Jahres dank der guten Konjunktur deutlich mehr verdient. Die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer, also die Reallöhne, sind im ersten Quartal 2011 auf Jahressicht um durchschnittlich 2,0 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Der Anstieg sei der zweithöchste seit 2008.

Die Nominallöhne erhöhten sich den Angaben zufolge um 4,1 Prozent. Sie seien so stark wie noch nie in diesem Zeitraum gestiegen. Die Inflationsrate betrug im ersten Quartal 2,1 Prozent.

Der kräftige Anstieg der Bruttomonatsverdienste erstreckte sich nach Angaben der Statistiker auf fast alle Wirtschaftszweige. Je nach Branche habe es dafür unterschiedliche Gründe gegeben. So habe die Zahl der Kurzarbeiter im Verarbeitenden Gewerbe weiter abgenommen. Die bezahlte Arbeitszeit sei in den ersten drei Monaten 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,0 Prozent gestiegen. Dies habe zu einem überdurchschnittlichen Verdienstzuwachs von 6,5 Prozent beigetragen.

Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente der Statistik zufolge in Deutschland im ersten Quartal 2011 ohne Sonderzahlungen durchschnittlich 3.264 Euro brutto im Monat. Die höchsten Durchschnittsverdienste erzielten die Beschäftigten in der Energieversorgung (4.322 Euro), bei Banken und Versicherungen (4.315 Euro) sowie im Bereich Information und Kommunikation (4.299 Euro). Der niedrigste durchschnittliche Bruttomonatsverdienst wurde im Gastgewerbe (1.951 Euro) gezahlt.

dapd