Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hat Portugal, Irland und Spanien "gute Chancen" bescheinigt, mit ihren wirtschaftlichen Problemen zurecht zu kommen. Diese Länder unternähmen gewaltige Anstrengungen, sagte Brüderle.
Brüderle bescheinigt Portugal, Spanien und Irland "gute Chancen"
Portugal habe zum Beispiel einen "nationalen Pakt" für Sparmaßnahmen geschlossen. Auch glaube er, dass der Euro-Rettungsschirm über 750 Milliarden Euro ausreiche, betonte der Minister.
Auch Griechenland vollziehe "mutige Reformen", sagte Brüderle weiter. Interessanterweise habe die Athener Regierung gleichwohl die Kommunalwahlen gewonnen.
Gleichzeitig bedauere er es sehr, dass es nicht möglich gewesen sei, die irische Körperschaftsteuer in Richtung auf den europäischen Durchschnitt zu erhöhen, sagte Brüderle. Eine Reihe kleinerer Länder in Europa habe dies nicht gewollt. Es sei aber nötig, die Ursachen der irischen Krise zu bekämpfen. Deutsche Institute haben seinen Angaben zufolge rund 125 Milliarden Euro in Irland liegen. Davon steckten aber nur 25 Milliarden in Irland selbst, 100 Milliarden würden "offshore" aus Irland heraus verwaltet.
dapd