Leserbrief zum Artikel "Die Autofahrer schalten auf stur", DHZ-Ausgabe 6 vom 18. März 2011
Bremsenergie statt Biosprit
Biokraftstoffe (E 10) sind keine Problemlöser, weil sie an anderer Stelle gleichwertige Neue zur Folge haben. Auf die allseitige Gewährleistungsverweigerung ist die logische Reaktion die Kaufverweigerung. Wichtigste Aufgabe der Fachleute ist, auf zukunftsweisende Möglichkeiten hinzuweisen, darüber zu informieren und damit dem Verbraucher orientierungsgebend behilflich zu sein. Das im Autotyp „Prius“ schon vor über zehn Jahren serienreif entwickelte Hybridsystem ermöglicht eine vollautomatische Nutzung der im Schubbetrieb ohne irgendwelchen Aufwand anfallenden Bewegungsenergie, mit der man Strom erzeugt, der sofort wieder ins Antriebssystem eingespeist wird. Dieser wertvolle Strom wird in Fahrzeugen ohne dieses System über verschlissene Bremsen vernichtet. Der Weg, Bewegungsenergie, die automatisch anfällt und dadurch kostenlos ist, mittels Stromgenerator in sofort verfügbaren Strom umzuwandeln und das zum Fahrbetrieb - dürfte eine der wichtigsten Errungenschaften unserer Zeit sein. Nur der Einsatz erneuerbarer Energiearten, zu der auch die Bewegungsenergie gehört, lässt erwarten, dass die endlichen Energieträger verfügbar bleiben und nicht unerschwinglich werden. Bezogen auf die Automobilhersteller heißt das, dass Automobile ohne Bremsenergierückgewinnung schon längst nicht mehr auf den Markt gebracht werden dürften. Um das zügig zu ermöglichen, sind nicht Meinungen bzw. Ermunterungen über E-10-Kraftstoff, sondern aufklärende Informationen, auf breiter Basis, über die hier erwähnten Sachverhalte notwendig.Josef Eberl,
Fotograf, Griesbach