Hoffnungsträger Alkoholfrei Brauhandwerk: Investitionen trotz Rekordtief beim Bierabsatz

Während der deutsche Bierabsatz mit einem Minus von 6,0 Prozent auf einen historischen Tiefstand fällt, setzen regionale Privatbrauereien auf Zukunftskurs: 80 Prozent der Betriebe planen für 2026 neue Investitionen und kompensieren Marktverluste durch alkoholfreie Innovationen.

Schlechte Gesamtzahlen, trotzdem gute Laune bei den Brauern. - © pressmaster - stock.adobe.com

Trotz des schwierigen Marktumfelds blicken die privaten Brauereien optimistisch nach vorne. Laut einer Umfrage des Verbandes Private Brauereien wollen rund 80 Prozent der Mitgliedsbetriebe im Jahr 2026 in moderne Technik und ihre Marken investieren. Ein wesentlicher Treiber für diesen Optimismus ist der Erfolg von alkoholfreien Bieren und Erfrischungsgetränken, die Absatzverluste im klassischen Segment teilweise ausgleichen. Das Handwerk setzt hierbei auf Innovationskraft und die Nähe zum Kunden, um dem allgemeinen Branchentrend entgegenzuwirken.

"Vor allem alkoholfreie Biere und alkoholfreie Erfrischungsgetränke verzeichnen ein deutliches Wachstum und kompensieren Absatzverluste im alkoholhaltigen
Biersegment, was bei unseren Mitgliedsbetrieben zum Teil dazu führt, dass sie sogar entgegen dem allgemeinen Branchentrend wachsen", hebt der Präsident des Verbandes Private Brauereien Bayern, Georg Rittmayer, hervor.

Der Markt im Überblick: Historischer Absatzrückgang

Die allgemeinen Marktzahlen des Statistischen Bundesamtes zeichnen ein kritisches Bild: Mit 7,8 Milliarden Litern erreichte der Bierabsatz den niedrigsten Stand seit 1993. Gründe für diesen Rückgang um 6,0 Prozent sind eine allgemeine Konsumzurückhaltung, die Alterung der Gesellschaft sowie veränderte, gesundheitsbewusstere Trinkgewohnheiten. Laut dem Deutschen Brauerbund (DBB) belastet zudem das schlechte Konsumklima massiv die Gastronomie und den Handel. avs