Der weltweit größte Autozulieferer Bosch sieht sich trotz der Naturkatastrophe in Japan bisher von keinen Lieferengpässen bedroht. Für die nächsten Wochen sei die Verfügbarkeit von in Japan gefertigten Halbleitern noch gesichert, sagte der Vorsitzende der Bosch-Geschäftsführung, Franz Fehrenbach, am Donnerstag in Nürnberg. Ein Abriss der Versorgungskette sei allerdings auch nicht auszuschließen.
Bosch-Chef: Lieferungen aus Japan für die nächsten Wochen gesichert
Nürnberg (dapd). Der weltweit größte Autozulieferer Bosch sieht sich trotz der Naturkatastrophe in Japan bisher von keinen Lieferengpässen bedroht. Für die nächsten Wochen sei die Verfügbarkeit von in Japan gefertigten Halbleitern noch gesichert, sagte der Vorsitzende der Bosch-Geschäftsführung, Franz Fehrenbach, am Donnerstag in Nürnberg. Ein Abriss der Versorgungskette sei allerdings auch nicht auszuschließen.
Kritisch sehe er die Energieversorgung in den heißen und schwülen Sommermonaten in Japan. Hier müssten erhebliche Energiespitzen abgefedert werden. "Wie das geschehen soll, ist noch unklar", sagte der Bosch-Chef.
Seinen Worten zufolge ist Bosch in Japan an 36 Standorten präsent und hat dort 550 Zulieferer, davon einige in dem von Erdbeben und Tsunami am stärksten betroffenen Gebiet.
Zur angekündigten Zusammenarbeit mit Daimler bei Elektromotoren sagte Fehrenbach, das geplante Joint Venture lohne sich für beide Unternehmen. Es vereine die Kompetenzen von Bosch bei Elektromotoren, von denen die Stuttgarter jährlich etwa 160 Millionen Stück verschiedenster Ausprägung fertigten, mit dem Expertenwissen von Daimler bei Motoren. "Wir versuchen, diese beiden Know-how-Pools zusammenzubringen", sagte Fehrenbach.
dapd
