Hintergrund ist der Diebstahl von Bauplänen der Berliner BND-Zentrale Bosbach sieht Vertrauen in BND-Präsident Uhrlau beschädigt

Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), sieht infolge der Affäre um das Verschwinden von Bauplänen für die neue Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) das Vertrauen in dessen Präsidenten Ernst Uhrlau beschädigt. "Herr Uhrlau hat jetzt ein echtes Problem", sagte Bosbach der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Montagausgabe) laut Vorabbericht.

Bosbach sieht Vertrauen in BND-Präsident Uhrlau beschädigt

Halle/Salle (dapd). Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), sieht infolge der Affäre um das Verschwinden von Bauplänen für die neue Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) das Vertrauen in dessen Präsidenten Ernst Uhrlau beschädigt. "Herr Uhrlau hat jetzt ein echtes Problem", sagte Bosbach der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Montagausgabe) laut Vorabbericht. "Ich bin mir jedenfalls nicht sicher, ob die Bundesregierung noch das Vertrauen hat, das sie zum BND-Chef haben müsste."

Bosbach sagte: "Wenn man versucht, Kanzleramt und Öffentlichkeit zu täuschen, dann ist eine Grenze überschritten." Womöglich ergebe sich durch den Verlust der Baupläne ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Aufwändige Umbauten seien zumindest nicht ausgeschlossen.

Vor gut einer Woche war bekannt geworden, dass Baupläne der Berliner BND-Baustelle gestohlen worden waren. Uhrlau erklärt daraufhin, es habe sich lediglich um Unterlagen über ein Parkhaus, die Energieversorgung und eine Kantine gehandelt. Nach Medienberichten zeigen die Zeichnungen aber auch Einzelheiten über Laboratorien und Büros.

dapd