Thierse will Konzentration der Regierungsfunktionen in Berlin Bonn stellt sich auf Teilabzug des Verteidigungsministeriums ein

20 Jahre nach dem Umzugsbeschluss stellt sich Bonn auf einen Teilabzug des Verteidigungsministeriums ein. Wenn es zu Konsequenzen für den Standort im Zuge der Bundeswehrreform komme, "muss man mit diesem Ergebnis umgehen", sagte der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Samstagausgaben).

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Bonn stellt sich auf Teilabzug des Verteidigungsministeriums ein

Essen/Berlin (dapd-bln). 20 Jahre nach dem Umzugsbeschluss stellt sich Bonn auf einen Teilabzug des Verteidigungsministeriums ein. Wenn es zu Konsequenzen für den Standort im Zuge der Bundeswehrreform komme, "muss man mit diesem Ergebnis umgehen", sagte der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Samstagausgaben). "Ich bin selbst Behördenleiter. Ich weiß, dass effizientes Arbeiten wichtig ist", fügte er hinzu.

Es sei auch wenig sinnvoll, immer wieder genau nachzurechnen, ob es bei der vereinbarten Aufteilung der Zahl der Arbeitsplätze zwischen Bonn und Berlin geblieben sei. "Wir werden uns sicher nicht für alle Zeiten in allen Details auf das Bonn-Berlin-Gesetz berufen können", sagte er. Entscheidend sei aber, dass für wegziehende Arbeitsplätze Ausgleich geschaffen werde. Nimptsch: "Wir verschließen uns keinen Überlegungen zur Ausschöpfung von Effizienzpotenzialen."

Die Bundeswehrreform kann nach Ansicht von Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) nicht gelingen, ohne an den Standort Bonn ranzugehen. Die Aufteilung der Regierung auf Bonn und Berlin sei überholt. "Schritt für Schritt" müssten die Regierungsfunktionen auf Berlin konzentriert werden, forderte Thierse im Gespräch mit der WAZ-Mediengruppe.

dapd