BMW hat seinen 40-Tonnen-Elektro-Lkw vorgestellt. Das Fahrzeug ist das erste seiner Art in Europa – laut Hersteller 100 Prozent elektrisch und sauber.

Die BMW Group hat ihr Gemeinschaftsprojekt mit der SCHERM Gruppe, einen Elektro-Lkw, in Betrieb genommen. Damit ist die BMW Group, nach eigener Aussage, der erste Automobilhersteller in Europa, der einen 40-Tonnen-Elektro-Lkw für Materialtransporte im öffentlichen Straßenverkehr nutzt.
Täglich im Warentransport eingesetzt
Die ersten Testfahrten hat der elektrische 40-Tonner – ein Modell des niederländischen Herstellers Terberg – erfolgreich absolviert und kann nun in den Regelbetrieb übergehen. Künftig wird das umweltschonende Fahrzeug acht Mal täglich zwischen dem SCHERM Logistikzentrum und dem BMW-Werk in München pendeln. Transportiert werden unterschiedliche Fahrzeugkomponenten wie Stoßdämpfer, Federn und Lenkgetriebe.
Schritt in die richtige Richtung
Ein Schritt hin zu einer umweltfreundlichen Zukunft auf Deutschlands Straßen ist der Elektro-Lkw allemal. Immerhin wird der Lastzug ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Quellen geladen. Dadurch ist der 40-Tonner CO2-frei, leise und nahezu ohne Feinstaubbelastung unterwegs. Im Vergleich zu einem Laster mit Dieselmotor spart der elektrische Lkw nach Angaben von BMW 11,8 Tonnen CO2 jährlich ein. Das entspricht der Fahrstrecke eines BMW 320d von nahezu drei Mal um die Welt.
Für längere Distanzen noch nicht geeignet
Einen Nachteil gibt es jedoch: Die Reichweite der Batterie. Voll geladen kommt das Fahrzeug bis zu 100 Kilometer weit und das Aufladen nimmt drei bis vier Stunden in Anspruch. Somit wird der Lkw vorerst nur in der Stadt einsetzbar sein.
„Mit diesem Projekt gewinnen wir sehr wertvolle Erkenntnisse, was in punkto City-Logistik mittels Elektro-Lkw´s künftig möglich ist“, sagt Jürgen Maidl, Leiter Logistik der BMW Group.
Gerade in Sachen Warentransport in Großstädten könnte der neue Elektro-Lkw eine große Zukunftschance sein. dhz