Der Chef des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, sieht den Tod von Osama bin Laden durchaus mit gemischten Gefühlen. "Wir müssen weiter sehr wachsam bleiben, weil ich glaube dass Al Kaida seine Ziele nicht aufgegeben hat", sagte Ziercke am Montagabend dem ZDF. Die Gefahr des Terrorismus sei dadurch nicht entkräftet.
BKA-Chef sieht Terrorismus nicht entkräftet
Mainz (dapd). Der Chef des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, sieht den Tod von Osama bin Laden durchaus mit gemischten Gefühlen. "Wir müssen weiter sehr wachsam bleiben, weil ich glaube dass Al Kaida seine Ziele nicht aufgegeben hat", sagte Ziercke am Montagabend dem ZDF. Die Gefahr des Terrorismus sei dadurch nicht entkräftet. Seine ideologische Führungsrolle wolle Al Kaida weiter behalten, auch wenn nicht so charismatische Führungspersönlichkeiten zur Verfügung stünden. Doch in den "Filialen" von Al Kaida auf der arabischen Halbinsel, aber auch im Maghreb gebe es Persönlichkeiten, die sich international bereits hervorgetan hätten.
Die Entscheidung der USA, bin Laden zu töten, sieht Ziercke ebenfalls mit gemischten Gefühlen. "Aber ich denke, dass es hierzu keine Alternative gab", sagte er. "Man musste bin Laden zur Verantwortung ziehen." Jetzt warte man darauf, dass es auch in Deutschland im Internet in der Sympathisantenszene entsprechende Reaktionen gibt. "Natürlich sind wir darauf vorbereitet", sagte Ziercke.
dapd
