Neue Arbeitskräfte machen nur 0,8 Prozent aller Beschäftigten aus Bisher geringer Zustrom aus neuen EU-Ländern auf den Arbeitsmarkt

Der Zustrom aus den acht neuen EU-Mitgliedstaaten im Zuge der seit 1. Mai geltenden Arbeitnehmerfreizügigkeit nach Deutschland hält sich derzeit in Grenzen. Ende Mai gab es hierzulande 186.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte sowie 73.000 ausschließlich geringfügig Beschäftigte aus Polen, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Slowenien, Estland, Lettland und Litauen.

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Bisher geringer Zustrom aus neuen EU-Ländern auf den Arbeitsmarkt

Nürnberg (dapd). Der Zustrom aus den acht neuen EU-Mitgliedstaaten im Zuge der seit 1. Mai geltenden Arbeitnehmerfreizügigkeit nach Deutschland hält sich derzeit in Grenzen. Ende Mai gab es hierzulande 186.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte sowie 73.000 ausschließlich geringfügig Beschäftigte aus Polen, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Slowenien, Estland, Lettland und Litauen, wie die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch auf Basis vorläufiger Hochrechnungen mitteilte.

Diese Arbeitnehmer machten damit lediglich 0,8 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland aus. Im Vergleich zum Vormonat erhöhte sich ihre Zahl um 24.000. Davon traten 15.000 eine sozialversicherungspflichtige Stelle an und 9.000 einen 400-Euro-Job.

Die meisten, nämlich 8.100 dieser Arbeitskräfte, nahmen den Angaben zufolge eine Arbeit in der Land- und Forstwirtschaft auf, wobei dies vor allem geringfügige Jobs waren. Es folgten der Bau (2.700), das verarbeitende Gewerbe (2.200) und die Zeitarbeit (2.100).

Mit 85 Prozent entfiel der Großteil des bundesweiten Anstiegs auf Westdeutschland. Den absolut stärksten Anstieg gab es laut BA in Bayern mit 4.700 neuen Arbeitskräften, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (4.500) und Niedersachsen (3.600).

BA-Vorstand Raimund Becker erklärte, der geringe Zustrom zeige, dass die neuen Arbeitskräfte keine nennenswerte Konkurrenz für heimische Arbeitslose seien.

Weil der Arbeitskräfteanstieg höher ausfiel als der Zuzug aus den entsprechenden Ländern, geht die BA davon aus, dass nur ein geringer Teil der Arbeitnehmer extra für die Arbeit nach Deutschland gekommen ist. Vielmehr dürften die meisten bereits in Deutschland gelebt haben und nicht erwerbstätig gewesen sein oder als Selbstständige gearbeitet haben.

dapd