Preiswerte Tarife bei privaten Krankenversicherungen haben oftmals massive Leistungslücken. Darauf weist die Zeitschrift Finanztest hin.
Billig kann im Ernstfall teuer werden
Bei besonders günstigen Tarifen ist Vorsicht angebracht: Arzthonorare werden beispielsweise nur bis zu einem niedrigen Gebührensatz erstattet, für die Zähne gibt es niedrige jährliche Obergrenzen, eine Psychotherapie ist oft nicht drin, oder Heilmittel wie Krankengymnastik werden nicht übernommen.
Wer nur auf den Beitrag achtet, läuft laut Finanztest Gefahr, im Fall der Fälle kräftig draufzuzahlen. Denn alle Leistungen, die die Versicherung nicht übernimmt, muss der Patient aus eigener Tasche bezahlen. Leistungen im Krankheitsfall nachzuversichern ist nicht möglich. Auch einen hohen Selbstbehalt können Versicherte später in der Regel nicht mehr senken, wenn sie erkrankt sind.
Und auch der günstigste Tarif bleibt auf Dauer nicht so günstig wie beim Vertragsschluss. Da sich die Beiträge im Laufe der Zeit vervielfachen werden, rät Finanztest, nur in die Private zu wechseln, wenn man regelmäßig so viel Geld sparen kann, dass man die hohen Beiträge auch im Alter aufbringen kann.
Um gefährliche Leistungslücken zu vermeiden, sollte auch ein günstiger Tarif mindestens die Leistungen im Umfang der gesetzlichen Krankenkassen enthalten.
rh