Die Länder im Ranking Bildungsmonitor 2022: Das sind die Bundesländer mit der besten Bildung

Die beste Bildung erhalten Schülerinnen und Schüler in Sachsen. Und wie sieht es in den anderen Bundesländern aus? Der Bildungsmonitor 2022 offenbart große Unterschiede. Dieses Mal haben sich die Forscher zudem angeschaut, wie es mit der Digitalisierung an deutschen Schulen steht.

Aufnahme einer Klasse, Mädchen zeigt auf. Rückenansicht.
Der Bildungsmonitor 2022 offenbart große Unterschiede zwischen den Bundesländern. - © pololia - stock.adobe.com

Sachsen hat aus Sicht der wirtschaftsnahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) das beste Bildungssystem in Deutschland. Im am 17. August veröffentlichten Bildungsmonitor, einer Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der von der Metall- und Elektro-Industrie finanzierten INSM, landete der Freistaat auf Platz eins, Bremen wurde Schlusslicht. Laut den Autoren wurde "explizit eine bildungsökonomische Sichtweise eingenommen" und bewertet, inwiefern die Bundesländer Bildungsarmut reduzieren, zur Fachkräftesicherung beitragen und Wachstum fördern.

NRW, Sachsen-Anhalt und Bremen auf den letzten Plätzen

Nach Sachsen folgten Bayern und Thüringen auf Platz zwei und drei. Schlusslicht war hinter Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt der Stadtstaat Bremen. "In fast der Hälfte der Bundesländer haben sich die Bildungssysteme seit 2013 unterm Strich verschlechtert", sagte der Geschäftsführer der INSM, Hubertus Pellengahr.

An allen Schulen sollten nach Ansicht der Autoren Vergleichsarbeiten durchgeführt werden, "um den Umfang des Lernverlustes systematisch zu ermitteln". Zudem müsse die Förderinfrastruktur ausgebaut und mehr Lehrkräfte in den sogenannten MINT-Fächern – Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – ausgebildet werden.

Bildungsmonitor 2022: Wie sieht es mit der Digitalisierung im Bildungssektor aus?

Zum ersten Mal wurde im "Bildungsmonitor" auch die Digitalisierung betrachtet. Die Bedeutung digitaler Kompetenzen nehme in den kommenden Jahren deutlich zu, hieß es. Entsprechend relevant sei die Digitalisierung im Bildungssektor. Hier schnitt der Gesamtsieger Sachsen mit Platz zwölf im Ländervergleich deutlich schlechter ab. Schlusslicht Bremen liegt hier hingegen auf Platz eins. Gemessen an der Zahl der Erwerbstätigen bildet Bremen demnach am stärksten Informatiker in der beruflichen Bildung und an Hochschulen aus.

Deutschlandweit sollten nach Ansicht der Initiative 20.000 zusätzliche IT-Stellen an den Schulen bereitgestellt werden. "Neue Laptops oder Tablet-Computer werden monatelang nicht ausgepackt, da sich niemand für die Installation von Programmen zuständig fühlt oder Datenschutzbedenken im Weg stehen", sagte Pellengahr. "Unser Bildungsföderalismus hat viele Vorteile. Sie werden nur viel zu selten genutzt."

Der "Bildungsmonitor" wird seit 2004 jährlich im Auftrag der INSM erhoben. Die Initiative beschreibt sich selbst als überparteiliches Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall-und Elektro-Industrie finanziert.

Ranking: Das sind die leistungsfähigsten Bundesländer

Die Durchschnittsbewertung für Deutschland insgesamt liegt im Bildungsmonitor bei 52 Punkten. Die einzelnen Bundesländer erreichten unterschiedliche Punktzahlen und legen im Ranking die folgenden Plätze ein:

BundeslandGesamtpunktzahl 2022
1. Sachsen65,9
2. Bayern63,9
3. Thüringen59,6
4. Hamburg56,5
5. Saarland54,6
6. Baden-Württemberg53,6
7. Hessen49,3
8. Niedersachsen48,9
9. Schleswig-Holstein46,8
10. Mecklenburg-Vorpommern45,9
11. Berlin45,8
12. Rheinland-Pfalz45,5
13. Brandenburg45,1
14. Nordrhein-Westfalen45,1
15. Sachsen-Anhalt42,7
16. Bremen41,9
Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln, Bildungsmonitor 2022

dpa/ew