Der Lastwagen- und Maschinenbaukonzern MAN hat mögliche Betrügereien zulasten von Schiffsmotor-Käufern entdeckt und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Wie der MAN-Vorstand am Mittwoch mitteilte, gibt es "Anhaltspunkte für Unregelmäßigkeiten bei der Übergabe von 4-Takt-Schiffsdieselmotoren" an Kunden.
Betrug zulasten der Kunden?
München (dapd). Der Lastwagen- und Maschinenbaukonzern MAN hat mögliche Betrügereien zulasten von Schiffsmotor-Käufern entdeckt und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Wie der MAN-Vorstand am Mittwoch mitteilte, gibt es "Anhaltspunkte für Unregelmäßigkeiten bei der Übergabe von 4-Takt-Schiffsdieselmotoren" an Kunden.
Danach war es möglich, die technisch ermittelten Kraftstoffverbrauchswerte der Schiffsmotoren auf Prüfständen der MAN "von außen zu beeinflussen und von den tatsächlichen Messergebnissen abweichende Werte anzuzeigen". In welchem Umfang Kunden falsche Werte gezeigt wurden und welche finanziellen Folgen sich daraus für MAN ergeben, werde untersucht.
MAN werde die betroffenen Kunden kontaktieren, habe die Münchner Staatsanwaltschaft eingeschaltet und eine Untersuchung durch die interne Compliance-Abteilung und externe Berater eingeleitet, teilte der Konzern mit.
Der Bereich 4-Takt-Schiffsdieselmotoren setzte im vergangenen Jahr 371 Millionen Euro um.
dapd
